Strom mit Sonne

Informationsseite - 4. Oktober, 2010
Aus der Sonnenenergie wird nutzbarer Strom

Sonne

Photovoltaik bezeichnet die Technik, welche Solarstrahlung direkt (statisch) in elektrische Energie umwandelt. Die hierzu benötigten Energiewandler heissen Solarzellen. Solarzellen sind grossflächige Halbleiterdioden mit lichtempfindlicher Sperrschicht, welche bei Bestrahlung einen Teil der einfallenden Lichtquanten in Gleichstromenergie umwandeln.

Die ersten Solarzellen wurden in den 50er Jahren für die Raumfahrt entwickelt. Sie waren extrem teuer, aber im Verhältnis zu anderen Energiewandlern (bsp. Brennstoffzelle, Isotopenbatterie) leicht und zuverlässig. Anstoss für den terrestrischen Gebrauch gaben die Energie- bzw. Ölversorgungskrisen in den 70er Jahren sowie die Energie- und Umweltproblematik, die im Bewusstsein der Verbraucher in den Industriestaaten zunehmend an Bedeutung gewannen. Gefördert wurde diese Entwicklung durch die Berichte des Club of Rome, die öffentliche Diskussion um das Waldsterben, den Treibhauseffekt usw. 

Heute sind weltweit einige zehn GW Photovoltaik-Leistung installiert. Anwendung finden die Solarzellen in den Bereichen Kommunikation, Heimelektronik und kleine Inselanlagen, Bewässerung, aber auch in Rechnern, Uhren und Spielzeugen. In der Schweiz werden seit dem 1. Mai 2008 Photovoltaik-Anlagen mit der kostendeckenden Einspeisevergütung gefördert. Das Gesetz zur Förderung von Erneuerbaren Energien ermöglicht in jüngster Zeit auch eine kostendeckende Vergütung von Photovoltaik-Anlagen. Der Trend geht zu Photovoltaik-Fassadenelementen für öffentliche und industrielle Bauten sowie zu Photovoltaik-Dachelementen, die bei Architekten zunehmendes Interesse wecken.