Greenpeace setzt sich weltweit für eine moderne, ökologische Landwirtschaft ein, die sich an den natürlichen Kreisläufen und Ressourcen ausrichtet und Lebensmittel ohne Gentechnik und Schadstoffe erzeugt.

Weiter wie bisher ist keine Option!

Mehr Erträge und die Rationalisierung der Produktionsabläufe waren bislang die zentralen Herausforderungen der Landwirtschaft weltweit. Doch heute wissen wir: Mit der industrialisierten Landwirtschaft sind durch den Einsatz von Kunstdünger, Pestiziden, ineffizientem Wasserverbrauch und Gentech-Pflanzen viele Probleme für Mensch, Tier und Umwelt entstanden. Die Landwirtschaft ist vom Klimawandel stark betroffen, trägt aber mit bis zu einem Drittel der Treibhausgasemissionen selbst dazu bei. 400 Wissenschaftler stellen 2008 im Weltagrarbericht fest: Weiter wie bisher ist keine Option. Es braucht ein radikales Umdenken. Trotz Ertragssteigerungen der letzten Jahrzehnte sind heute eine Milliarde Menschen unterernährt. Es wird immer mehr produziert. Aber was genau? Die industrialisierte Landwirtschaft dient primär der Befriedigung westlicher ressourcenintensiven Ernährungsgewohnheiten oder der Energieproduktion. Die Welternährungsorganisation (FAO) erwartet, dass sich die globale Fleisch- und Milchproduktion in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts verdoppeln wird. 75 Prozent der globalen Landwirtschaftsflächen beansprucht deshalb alleine die Nutztierproduktion.

Die industrialisierte Landwirtschaft verdrängt immer mehr Wälder, Savannen- oder Steppenlandschaften, Sumpfgebiete und wertvolle Küsten- und Meeresökosysteme. Auch hier: die Nachfrage nach Tierfutter und Agroenergie ist massgeblich dafür verantwortlich. Der Druck auf Landflächen die der Ernährung der Bevölkerung dienen, nimmt zu.

Zudem bedrohen seit einigen Jahren genmanipulierte Kulturpflanzen die Vielfalt auf dem Acker. Sie sind Teil einer zukunftsunfähigen Landwirtschaft und sind ein unabschätzbares Risiko für die Gesundheit von Tier und Mensch.

Greenpeace kämpft in der Schweiz dafür, dass die Äcker frei von Gentech-Saat bleiben und engagiert sich für eine an unsere natürlichen Ressourcen angepasste Produktion von Milch- und Rindfleisch, die möglichst auf den Einsatz von Kraftfutter verzichtet.

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