Kino-Tipp: Ruf der Wale

Informationsseite - 9. Februar, 2012
Vor 24 Jahren fand sich Greenpeace inmitten eines Dramas im kalten Krieg wieder, als die ameri­kani­schen und sowjetischen Regierungen zusammenarbeiteten, um drei Grauwale zu befreien, die im Eis nahe der Küste Alaskas feststeckten.
 

 

 

Diese faszinierende Geschichte wurde nun als Spielfilm «Ruf der Wale» durch Universal Studios umgesetzt, mit Drew Barrymore als Greenpeace-Aktivistin. Der Film startet deutsch am 16.02.2012 in den Schweizer Kinos (Ausstrahlungsorte).

Der Film

Reporter Adam Carlson (John Krasinski) wünscht sich nichts sehnlicher, als dem kleinen Ort im äussersten Norden von Alaska zu entkommen und endlich als «richtiger» Journalist zu arbeiten. Stattdessen fällt ihm der erhoffte grosse Knüller direkt in den Schoss: Als das Nordmeer nach dem kurzen Sommer in rasender Geschwindigkeit zufriert, wird eine Familie majestätischer Grauwale vom Eis eingeschlossen. Die hoffnungslose Lage der Tiere erweist sich als weltweites Medienereignis und ruft nicht nur rücksichtlose Reporterkollegen auf den Plan: Bald mischt sich auch ein Öl-Tycoon ein, und schliesslich kommt es am Polarkreis sogar zur Konfrontation der amerikanischen und der russischen Regierung, die sich die Rettung der Meeresgiganten auf die Fahnen schreiben.

Die grössten Probleme bekommt Adam allerdings mit seiner Ex-Freundin Rachel Kramer (Drew Barrymore) – einer sehr kämpferischen Greenpeace-Aktivistin.

Videoreport von der Filmpremiere

 

Hinter den Kulissen

Um die wahre Geschichte, auf jener der Film aufbaut, aus Insider-Sicht zu erfahren, fragten wir Campbell Plowden, der 1988 Wal-Kampagnenleiter für Greenpeace in den USA war:

"Ich wurde mir klar darüber, als ich vor Ort war, dass wir keine Wahl hatten, diesen Unfall als natürliches Ereignis zu akzeptieren oder es als Ablenkung zu ignorieren. Mit dem Geschehenen umzugehen war einfach unser Auftrag. Ich musste alles dafür tun und mein Bestes geben, um nichtzuletzt durch diese Möglichkeit auch noch viele weitere Wale rund um Island zu retten.", so Campbell.

Während der Film sich auf Barrow in Alaska konzentriert, führt uns Campbells Geschichte hinter die Kulissen. Er beschreibt, wie Greenpeace sich der Sowjetunion gegenüberstellte und ebenso die Regierung von Reagan unter Druck setzte, um die Gesundheit der Wale vor nationaler Politik zu stellen.

"Präsident Reagan war nicht gerade bekannt für seine Liebe zur Sowjetunion - und die Idee diesen kommunistischen Riesen zu fragen, ob er eines oder mehrere seiner Schiffe in US-Gewässer entsenden würde, um die Wale zu retten, schien absurd." ... "Greenpeace hatte jedoch seine ganz eigenen Kanäle zum 'Bösen Reich'."

Die Rettung benötigte schlussendlich die vereinten Kräfte der Nationalgarde und der Küstenwache von Alaska, der Inuit-Gemeinschaft in Barrow, Greenpeace, die Ölfirma Veeco, die Reagan-Regierung und die Sowjetunion.

Für all jene die den Film sehen wollen - und nicht noch mehr über die Geschichte im Vorfeld erfahren wollen - der ausführliche Bericht von Campbell (englisch)  enthält einige «Spoiler»! 

Trailer

 

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