Verschmutzung

Müllkippe Meer

Informationsseite - 24. Juni, 2010
Das Ökosystem Meer droht zu kippen. Wenn die Menschen nicht aufhören, den faszinierenden Lebensraum mit ihren Abfällen zu verschmutzen, wird daraus bald eine trübe Kloake.

24. Juni, USA. Ölteppich in der Nähe der explodierten «Deepwater Horiozon» Ölplattform.

© Greenpeace / Daniel Beltra

Die Weltmeere bedecken gut zwei Drittel der Erde. Einige Schöpfungsmythen bezeichnen sie als «Wiege des Lebens». Tatsächlich beherbergen sie unzählige Pflanzen und Tiere. Das marine Ökosystem ist nun aber in Gefahr. Schuld daran sind chemische Gifte und Schwermetalle aus der Industrie, Erdöl von Bohrplattformen und Schiffsunfällen, radioaktives Material aus Kernversuchen und atomarer Wiederaufbereitung: alles wird «billig» im grossen Wasser entsorgt.

Die Folgen sind beängstigend. Über die Nahrungsmittelkette übertragen sich gefährliche Schadstoffe auf Mensch und Tier. So beeinträchtigen Dauergifte das Immun- und das Hormonsystem, erregen Krebs und beeinträchtigen die Fruchtbarkeit. Von Robben, Walen und vielen Fischen ist bekannt, dass sich Dauergifte so stark in ihren Innereien anreichern, dass sie sich nur noch als Sondermüll entsorgen lassen!

Meere dürfen nicht als Müllkippen missbraucht werden. Greenpeace fordert unmissverständlich, dass die Einleitung von Schadstoffen umgehend auf ein Minimum reduziert und mittelfristig völlig eingestellt wird.

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