Zwischen Indien und Bangladesch, da wo der gewaltige Strom Ganges ins Meer mündet, da liegen die «Sundarbans» – ein 20’000 Quadratkilometer grosser Mangrovenwald der unter UNESCO Schutz steht. Dies ist die Heimat von ungefähr 500 vom aussterben bedrohten bengalischen Tigern, unzähligen Krokodilen und etwa 4.3 Millionen Menschen.
Die Kombination von Meeresspielerhöhungen und –Absenkungen führt zu einem schnellen Verschwinden der empfindlichen Inseln. In den letzten 20 Jahren wurden vier Inseln vom Meer verschluckt und 6000 Familien haben ihr Zuhause, die Arbeit und ihr Hab und Gut verloren. Bis 2020 werden voraussichtlich weitere 30’000 Menschen ihre Heimat verlassen müssen, da 15% der «Sundarbans» Landgebiete verschwunden sein werden.
Hinzu kommt, dass mit den vermehrt auftretenden tropischen Wirbelstürmen und mit den damit verbundenen Sturmfluten die Probleme für die Menschen der «Sundarbans» immer schwieriger werden. Das ist Ihre traurige Geschichte.
Photographie von Peter Caton. Interviews von Cristiane Aoki
© Greenpeace/Peter Caton