Fischsammler mit enormen Beifangmengen
Der Grossteil des Dosentunfisches wird heute mit Fischsammlern (engl. FADs - Fish Aggregation Devices) gefangen. Das sind künstliche schwimmende Objekte, die den angeborenen Instinkt der Schwarmfische ausnutzen, im Schatten von treibenden Gegenständen Schutz zu suchen. Die Ringwade wird dann um die Fischsammler herum ausgebracht. Doch dieses Hilfsmittel führt zu enormen Beifangmengen: Nicht nur Skipjack-Thunfisch wird angelockt, sondern auch andere Thunfischarten oder gefährdete Meerestiere wie Haie, Wale, Rochen und Schildkröten. 2005 wurden über 1 Millionen Tonnen Thunfisch, ein Drittel des weltweites Thunfisch-Fanges, und über 100.000 Tonnen Beifang mit FADs gefangen.
Der Einsatz von FADs ist im Westlichen Zentralpazifik bereits für drei Monate im Jahr verboten. Um vom Aussterben bedrohte Arten wirksam zu schützen, fordert Greenpeace – neben einer Halbierung der Fangmenge und der Einrichtung von Meeresschutzgebieten - ein ganzjähriges Verbot von Fischsammlern in der Ringwadenfischerei. Anfang Dezember findet die Jahrestagung der Fischereikommission für den westlichen und mittleren Pazifik (WCPFC) statt, wo über Massnahmen zum Schutz der Meeresumwelt und Ernährungssicherung im Pazifikraum entschieden wird. Sechzig Prozent der weltweit gefangen Thunfisches stammt aus dem Pazifik.