Schockierendes Video bei Thunfischfang

Video | 17. November, 2011

Schockierende Film-Aufnahmen eines Augenzeugen belegen, wie durch den Einsatz von so genannten Fischsammlern beim Thunfischfang unzählige Meerestiere abgeschlachtet werden - darunter Wale, Delfine, Haie oder Mantarochen.

Das bisher nicht veröffentlichte Material wurde von einem Helikopter-Piloten an Bord eines koreanischen Thunfischfängers im Pazifik privat gefilmt und Greenpeace zugespielt. Es unterstreicht eindrucksvoll die dringende Greenpeace-Forderung, den Einsatz von Fischsammlern in der Ringwadenfischerei zu stoppen und Meeresschutzgebiete zum Schutz der letzten gesunden Thunfischbestände im Pazifik einzurichten. Oft werden Wale und Walhaie selbst als lebende «Fisch-Magneten» genutzt, um den Ertrag beim Thunfischfang zu steigern.

Fischsammler mit enormen Beifangmengen Der Grossteil des Dosentunfisches wird heute mit Fischsammlern (engl. FADs - Fish Aggregation Devices) gefangen. Das sind künstliche schwimmende Objekte, die den angeborenen Instinkt der Schwarmfische ausnutzen, im Schatten von treibenden Gegenständen Schutz zu suchen. Die Ringwade wird dann um die Fischsammler herum ausgebracht. Doch dieses Hilfsmittel führt zu enormen Beifangmengen: Nicht nur Skipjack-Thunfisch wird angelockt, sondern auch andere Thunfischarten oder gefährdete Meerestiere wie Haie, Wale, Rochen und Schildkröten. 2005 wurden über 1 Millionen Tonnen Thunfisch, ein Drittel des weltweites Thunfisch-Fanges, und über 100.000 Tonnen Beifang mit FADs gefangen. Der Einsatz von FADs ist im Westlichen Zentralpazifik bereits für drei Monate im Jahr verboten. Um vom Aussterben bedrohte Arten wirksam zu schützen, fordert Greenpeace – neben einer Halbierung der Fangmenge und der Einrichtung von Meeresschutzgebieten - ein ganzjähriges Verbot von Fischsammlern in der Ringwadenfischerei. Anfang Dezember findet die Jahrestagung der Fischereikommission für den westlichen und mittleren Pazifik (WCPFC) statt, wo über Massnahmen zum Schutz der Meeresumwelt und Ernährungssicherung im Pazifikraum entschieden wird. Sechzig Prozent der weltweit gefangen Thunfisches stammt aus dem Pazifik.

Kategorien

Neueste Beiträge

Gitterstruktur  

Gentech-Raps in Basel und Muttenz

Video | 24. Mai, 2012 am 11:39

Gentech-Raps. Genmanipulierter Raps darf in der Schweiz nicht in die Umwelt gelangen. Auch die Einfuhr als Lebens- oder Futtermittel ist untersagt. Sechs Greenpeace-AktivistInnen haben die Pflanzen eingesammelt und bei den zuständigen Behörden...

Gentech-Raps in Basel

Fotos | 23. Mai, 2012

1 - 5 von 4608 Ergebnisse.

Ein Helikopterpilot packt aus, wie es beim Thunfischfang wirklich läuft.