Freitag, 27. April 2012

© Greenpeace/ Daniel Beltra

Nach jahrelangem intensivem Druck der Agro-Industrie stimmte das brasilianische Parlament am Mittwoch weitreichenden Reformen des Waldgesetzes zu. Kommt es tatsächlich zu diesen Änderungen, würde das die Zerstörung des Amazonas Regenwaldes massiv vorantreiben.

Dilma kann ein Veto einlegen! 

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat nun wenige Tage Zeit den Vorstoss abzusägen, bevor er rechtskräftig wird. Alle Augen sind nun auf sie gerichtet - denn die Entscheidung, ob ein Gesetz zum Schutz des grössten Regenwaldes der Welt nur Wochen vor dem Umweltgipfel in Rio abgeschwächt wird oder nicht liegt nun ganz allein bei ihr.

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Die Auswirkungen des neuen Waldgesetzes wären verheerend

  • Die geplanten Änderungen des Waldgesetzes würden den ohnehin dürftigen Schutz des Regenwaldes zusätzlich schwächen.
  • Die Abholzung des Regenwaldes würde voranschreiten, zusätzliche CO2-Emissionen hervorrufen und den Klimawandel verstärken. 
  • Der Druck auf Indigene Gruppen, die ohnedies schon darunter leiden, dass bereits 18% des Amazonas Regenwaldes unwiederbringlich zerstört wurden, würde steigen.
  • Eine Studie der Universität von Brasilia rechnete aus, dass durch eine Änderung des Waldgesetzes die Abholzungsrate um bis zu 50% bis 2020 steigen könnte. 
  • 22 Millionen Hektaren – nahezu die Grösse von Grossbritannien – würde der Abholzung zum Opfer fallen.

Hoffnung statt Verzweiflung

Über 130.000 Brasilianer und Brasilianerinnen haben eine offizielle Petition an die Regierung bereits unterzeichnet und sich für Null Abholzung oder «desmatamento zero» ausgesprochen. Darunter der brasilianische Fussballstar Kaká, viele Künstler und Musiker. Und auch Greenpeace UnterstützerInnen auf der ganzen Welt können mithelfen den Amazonas zu retten. Machen Sie mit beim Brazilian Friend Finder.

 

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