Wettermässig stimmt dieser Spruch hundertprozentig. Wir geniessen heute wunderbares Wetter, es ist warm und sonnig . Gestern war es kühl und verregnet…

Auch klimapolitisch war der Mittwoch ein raben schwarzer Tag. Die Botschaft des Bundesrates zur zukünftigen Klimapolitik der Schweiz und die angekündigte Reduktion des CO2 – Ausstosses um 20% stimmen mich traurig. Und obwohl die Stimmung bei uns wunderbar ist, entspannt und friedlich, sind einige Nachwehen vom Wehklagen über den bundesrätlichen Bankrottentscheid spürbar. Heiser- statt Heiterkeit bleibt vom Tage übrig.

Auf der Fahrt hierher auf den Gornergletscher, im Zug von Visp nach Zermatt, sass ich einer Frau gegenüber und wie wir uns der Endstation näherten, meinte sie: „schau mal den schönen Gletscher an“. Ich jedoch, rückwärts fahrend, hatte nur Augen für das bereits Geschehene und Erfahrene und sah die Schönheit aber auch Verletzlichkeit des schmelzenden Gletschers nicht. Ich blickte ins sonnige Tal und auf geordnete Normalität.

Nicht nur eine Zugfahrt verlangt die Entscheidung, wo und wie mensch sich setzen will.

An diese (mattersche) Symbolik erinnerte ich mich beim gestrigen bundesrätlichen Entscheid. Kein Blick vorwärts, kein Mut zur Veränderung und keine Einsicht zur Notwendigeit des raschen Handelns spricht aus der Botschaft. Und ja, es fährt sich gut rückwärts gewandt - ohne Zweifel - doch wäre von Staatsmenschen ein verantwortungs-volles Entscheiden zu erwarten.

After the rain comes sun again… ich wünschte mir klimapolitisch ein wenig mehr Sonnen-schein, einen kleinen Lichtblick für die Menschen auf unserem wunderbaren Planeten, für die fantastischen Gletscher in der Schweiz, für unsere Zukunft und unsere Kinder.