Am 20. April 2010 explodierte die Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Elf Menschen starben, weit über 700 Millionen Liter Erdöl flossen aus dem Bohrloch in rund 1300 Meter Tiefe ins Meer verseuchten riesige Wassermengen und die Küsten.

Erst Mitte August schaffte es BP endlich das Bohrloch zu schliessen.

Protest gegen BP

© Bente Stachowske / Greenpeace

 

Nun hat der britische Ölkonzern mit der US-Justiz einen Vergleich erzielt: BP zahlt eine Geldstrafe von rund 4,5 Milliarden Dollar an die US-Behörden. Die eigentliche Strafzahlung beläuft sich auf 1.26 Milliarden Dollar. Das ist Rekord in der US-Geschichte. Dabei räumt BP kriminelles Fehlverhalten am Unfalltag sowie Fahrlässigkeit ein und gibt zu dass ein Mitarbeiter gegenüber einem Kongressausschuss falsche Angaben über den Austritt von Rohöl in den Golf von Mexiko gemacht hatte. Weitere Verfahren bezüglich Verletzung der Umweltschutzvorschriften und Klagen von direkt Geschädigten, wie Krabbenfischern an der Küste, Fischern, Grundstückseigentümern etc. sind ausstehend. Weitere Vergleiche und Verurteilungen werden BP wohl Milliarden kosten, gemäss der Ölfirma sind diese mit Rückstellungen von 38 Milliarden Dollar „abgesichert“.

Ein kleines Stück finanzielle Gerechtigkeit? Vielleicht, das wird sich erst zeigen.

Aufgeräumt, Gereinigt? Kein Wort dazu.

Etwas gelernt? Nein, Null. So lässt BP (deutschsprachige Seite) auf Ihrer Website wissen: "Die weltweite Suche nach Öl und Gas zählt zu den Hauptaufgaben der BP Gruppe. [...] Ob in den eisigen Regionen Alaskas oder der Tiefsee im Golf von Mexiko – BP verfügt über die notwendige Technik, Öl und Gas in allen Winkeln der Erde aufzuspüren." (http://www.deutschebp.de/sectiongenericarticle.do?categoryId=9028928&contentId=7052964)

Dass sie dabei offenbar in eine rosige Zukunft blicken, ist dem soeben erschienen Bericht (http://www.iea.org/newsroomandevents/pressreleases/2012/november/name,33015,en.html) der "Internat. Energie Agentur" (IEA) zu entnehmen, welche ein Jahrzehnt, ja, ein Revival der fossilen Energieträger voraussagt.

Umso mehr setzt Greenpeace alles daran die Arktis vor den Ölmultis – sei es BP, Shell oder Gazprom – und ihren gefährlichen Bohrungen und falschen Versprechen zu schützen:

http://www.greenpeace.org/switzerland/de/Kampagnen/Arktis/.

Jede Hilfe zählt: Petition unterschreiben.