Mehr als 100 Arktisschützerinnen und Arktisschützer haben sich am letzten Samstag Nachmittag auf dem Rathausplatz bei der Gemüsebrücke versammelt und sich zu einem grossen Herzen formiert. Das Herz füllte zusammen mit dem 4x12m grossen Banner den ganzen Platz aus, und trotz schlechtem Wetter gab es von der Hebebühne aus sehr bewegende Bilder. In Neuenburg gab es ebenfalls in rotes Herz  aus Freiwilligen, die auch Unterschriften für www.savetherarctic.org sammelten. Geeint als Herz wollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Zürich und Neuenburg den führenden Politikerinnen und Politikern sowie den Industriekonzernen ihre Besorgnisse über das Schmelzen des arktischen Eises und die Ausbeutung der Rohstoffe am Nordpol zeigen. Die Greenpeace-Regionalgruppe Zürich organisierte den Anlass in Freiwilligenarbeit in einer Aktionswoche mit mehr als 30 teilnehmenden Ländern und über 10'000 Freiwilligen. Das ganze findet unter dem Motto I love Arctic statt und ist Teil der Greenpeace-Kampagne für ein Schutzgebiet in der Arktis.

Tilo einer der Freiwilligen die den Anlass in Zürich geplan hatten und durchführten schildert seine Erlebnisse: 

«Als ich am Morgen aufstand, regnete es noch, ich dachte mir, hoffentlich kommen bei solchem Wetter überhaupt Leute. Glücklicherweise erwischten wir aber genau eine trockene Phase. Wir hatten also schnell aufgebaut und auf die Leute gewartet, die zuerst in Form von Bekannten langsam eintrafen. Bei der Aktion selber war ich auf der Hebebühne zuständig für den Transport der Fotografen. Zwischen 'Kannst du mich noch ein Stück rüber fahren', 'noch ein wenig höher' und den Leuten am Boden mitzuteilen, wie sie sich platzieren sollen, hatte ich doch auch Zeit mal ein bisschen Zürich aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Und ich konnte beobachten wie das Herz langsam Form annahm. Zuerst standen die Menschen entlang der Aussenlinie, später lagen sie entlang der Linie auf dem Boden, so sah das Herz schon viel beindruckender aus. Und zum Schluss, dank fleissigem Anwerben von Passantinnen und Passanten sowie Touristengruppen konnten wir es sogar mit über 100 Menschen füllen, von klein bis gross.  Es war spannend und machte viel Spass, das Ganze zu organisieren und am Schluss ein gutes Resultat zu sehen. Danke nochmals allen, die irgendwie und irgendwas dazu beigetragen haben.»