Gestern Sonntag ging es noch einmal auf unser Feld, um Bäume zu pflanzen. Das Wetter war viel besser und die Kids hatten so auch mehr Spass an der Sache. Die ganze Gruppe stellte sich dann noch vor einem riesigen Banner auf und wurde von unserem Kameramann (”Operator”) wie immer gekonnt gefilmt. Zurück in der Schule wurden die Banner noch zu Ende gemalt und ich wurde von x Kids gefragt, ob sie auf ein Foto mit mir dürften. Ich wurde mit Handys und Digicams fotografiert und sogar gefilmt. Auf einmal bin ich zum lebendigen Europäischen Beweis für Umweltschutz geworden:-)) Die Kids fragten mich allerlei und es bildete sich eine Menschentraube um mich. Natürlich versuchte ich alles auf Russisch zu beantworten. Einmal mehr habe ich gemerkt, dass es für diese Kids echt und wirklich enorm wichtig ist, dass jemand aus der weiteren Umgebung an ihrer Arbeit interessiert ist. Die Schweiz ist ja nun wirklich nicht gerade um die Ecke! Das hat mir extrem Freude gemacht und hat auch meine Müdigkeit verschoben. Durchschnittlich 4 bis 6 Stunden Schlaf macht nicht gerade fit. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Auch hatte ich extrem viele gute Gespräche mit GreenpeacerInnen aus dem Büro in Moskau. Einige waren beim Camp dabei und haben den Kids in Workshops von ihrer Arbeit erzählt.

Die Verabschiedung war schon ziemlich traurig und die Kids wollten mich dann noch als Englischlehrer an der Schule in Ryazan anstellen! Das konnte ich ihnen leider nicht versprechen. Aber ich sagte ihnen noch einmal, dass wir Kids wie sie brauchen, um einen intakten Wald zu haben.Ein russisches Sprichwort besagt, dass ein Mann in seinem Leben ein Haus bauen, einen Baum pflanzen und einen Sohn zeugen soll. Den Baum, so denke ich, kann ich nun von der Liste streichen. Das Haus und der Sohn….dafür habe ich ja nun noch ein Jahr Zeit.