Langsam wird es kälter. Gehört sich auch so Mitte Oktober, könnte man meinen. Doch für Aldi sind die herbstlichen Temperaturen Anlass, um für ein Schnäppchen der absurden Art zu werben: den elektrischen „Terrassenwärmer“.

Heizen mit Elektrizität, und das auch noch im Freien: sinnloser lässt sich Energie kaum verschleudern. Die Energiebilanz von elektrischen Heizungen fällt grundsätzlich miserabel aus, weil energetisch hochwertiger (Prozessenergie-)Strom in (niederwertige) Wärme umgewandelt wird. Deswegen kämpft Greenpeace seit vielen Jahren für ein Elektroheizungs-Verbot. Skandalös wird es nun, wenn elektrische Wärme auch noch ins Blaue hinaus verheizt wird. Zum Vergleich: Wenn der Terrassenheizer von Aldi an Stelle einer Wolldecke eine Stunde lang kuschelige Wärme verbreitet, braucht das gleich viel Strom wie zehn Stunden fernsehen. Oder: Wenn vier solcher Heizstrahler einen Tag lang in Betrieb sind, verbrauchen sie gleich viel Energie wie ein gut isoliertes Einfamilienhaus an einem Wintertag.

Heizungen im Freien gehören verboten

Der Bund sollte daher ein landesweites verbindliches Verbot von Aussenheizungen erlassen.Heizungen im Freien, ob mit Elektrizität oder Gas betrieben, lassen sich nicht  mit der neuen Energiepolitik des Bundes und seinen Bemühungen für mehr Stromeffizienz vereinen.

Von Aldi fordert Greenpeace, diese Umwelt schädigenden Geräte sofort aus dem Sortiment zu nehmen. Mit diesem Angebot verleitet Aldi die Konsumenten zur unsinnigsten Energieverschleuderung überhaupt. Aldi muss in Zukunft bei seiner Angebotsauswahl Stromverschwendung vermeiden und bei seinen Produkten auf Energieeffizienz achten.

Auch Touring-Club Schweiz und der Biber-Versand werben zurzeit für ähnliche Energischleudern.

Wenn Sie auch finden, dass solche Produkte nicht auf den Markt gehören, setzen Sie ein Zeichen und schreiben Sie Aldi, Touring Club Schweiz und Biber.