Diese Woche haben die Umweltverbände das aktuelle Umweltrating veröffentlicht. Im Hinblick auf die Wahlen 2011 haben sie das Profil der National- und der Ständeräte bewertet. Damit können sich die Wahlberechtigten auf www.umweltrating.ch ab sofort ein detailliertes Bild darüber machen, welche der Kandidatinnen und Kandidaten ihre Stimme verdienen. Die Befragung der kandidierenden Politikerinnen und Politiker zeigt eine grosse Zustimmung zu Atomausstieg und Energiewende.

Wie schneiden die ParlamentarierInnen beim Umweltrating ab?

© 2011 Béatrice Devène

 

Greenpeace, Pro Natura, Verkehrs-Club Schweiz, WWF Schweiz, die Schweizerische Energiestiftung und SVS/BirdLife Schweiz haben das Abstimmungsverhalten der amtierenden Politikerinnen und Politiker analysiert und zudem eine Befragung der Kandidierenden zu den grossen Themen der Umweltpolitik der neuen Legislatur durchgeführt.

An der Befragung hat rund 1/3 der Kandidierenden teilgenommen – rund 1000 ausgefüllte Fragebögen sind bei den Umweltverbänden eingegangen. Darunter über 100 von wieder kandidierenden NationalrätInnen. Die Antworten auf die 25 Fragen sehen die Umweltorganisationen als umweltpolitisches Wahlversprechen für die nächste Legislatur.

Das Umweltrating zeigt: Das links-grüne Lager aus SP,  Grüne und PdA setzt sich weiterhin uneingeschränkt für die Umwelt ein. Das bürgerliche Lager hingegen ist in der Umweltfrage gespalten. Auf der einen Seite stimmen SVP, EDU und Lega konsequent umweltfeindlich. Auch die FDP bewegt sich wie vor vier Jahren bei tiefen 30 Prozent herum. Auf der anderen Seite des bürgerlichen Lagers stehen diejenigen Parteien, die mehrheitlich im Sinne des Umweltschutzes entschieden haben: CVP,  BDP,  CSP, glp und EVP. «Noch deutlicher hat sich der Graben zwischen links und rechts in der einst so ideologisch aufgeladenen Energiefrage in die Mitte des bürgerlichen Blocks verschoben», so Markus Allemann, Co-Geschäftsleiter von Greenpeace.

Die Fakten im Detail finden Sie auf www.umweltrating.ch