Vor kurzem in einschlägige Inboxen geflattert und innert Kürze mit Würze von der Berner Tageszeitung «Der Bund» aufgenommen : Die FDP wird klimaneutral!

Die FDP überrascht als Partei der konkreten Tat. Sie nimmt mit wachem Verstand zur Kenntnis, dass der Wahlkampf halt auch zur Klimaerwärmung beiträgt – und sie kompensiert nun ihren CO2-Ausstoss mit der Investition in ein Solarprojekt in Eritrea. Die FDP macht ernst. Sie ist grün. Und sie handelt sehr ökonomisch: Das Image, eine klimaneutrale Partei zu sein, kostet sie gerade mal 1153 Franken an die Stiftung «myclimate». Man nennt dies die Kunst der Symbolik: Bereinigt werden die CO2- Sünden des Parteisekretariats, erhofft wird aber ein Ablass für die ganze Partei. (Der Bund, 11. Oktober 2007, S. 9)
...den diese auch ganz bitter nötig hätte, möchten wir da nur beifügen, denn:

In der eben abgelaufenenen Legislatur haben die 29 NationalrätInnen, die auch im neuen Parlament wieder im Namen der FDP antreten möchten, in gerade mal 15 Prozent der für das Klima wichtigen Abstimmungen für den Klimaschutz gestimmt!

Die andere Mittepartei, die CVP, ist vier Jahre lang ihrer stilprägenden Wankelmütigkeit treu geblieben: Die 25 Wiederkandidierenden dieser Partei haben in knapp 50 Prozent der Abstimmungen den Klimaschutz unterstützt – einmal hüst, einmal hott... Die schwarzen Schafe in Sachen Klimaschutz sind die 49 Froue und Manne, die für die SVP wieder unter die Bundeshauskuppel wollen: sie bringen es auf 4 Prozent fürs Klima. Die Wiederkandidierenden von SP und Grünen haben in über 90 Prozent der Abstimmungen für den Klimaschutz gestimmt.

Wer noch mehr Wahlhilfe braucht, schaut ins Klimarating von Greenpeace – für alle, die am 21.Oktober nur echte KlimaschützerInnen in Bundesbern sehen wollen. Für die Jugend. Und die ganze Welt.