Bekannt wurde die 22-jährige Schauspielerin mit Schweizer Wurzeln als Pocahontas an der Seite von Hollywood-Star Colin Farrell. Zurzeit protestiert sie aber mit Greenpeace gegen die Abholzung des Amazonas. Die schöne Mutige kennt offensichtlich keine Furcht wenn es um den Schutz des Regenwaldes geht – und erhält dafür mentale Unterstützung von Kollege Farrell.

Q’orianka Kilcher sitzt sechs Meter über dem Meer auf der Ankerkette des Frachters «Clipper Hope», um ihn daran zu hindern in den Hafen zu kommen, wo mehrere Tonnen Roheisen geladen und in die USA gebracht werden sollten (wir berichteten gestern). Das Roheisen ist ein Hauptbestandteil für die Stahlproduktion. Das Endprodukt wird in der Autoindustrie verwendet. 

 

Greenpeace-Reporte zeigen, dass die Gewinnung von Roheisen im Amazonas Sklaverei begünstigt und den Indigenen der Region existentiellen Schaden zufügt. Zu Recht sagt Q’orianka dazu: «Dinge wie Sklaverei und illegaler Holzschlag gehören in die Geschichtsbücher. Leider sind aber genau diese Dinge Realität im modernen Brasilien. Und deswegen sitze ich mit meiner Kollegin auf diesem Anker. Weil wir jungen Leute auf der ganzen Welt die Konsequenzen dieser Schandtaten tragen müssen.» 

Kilcher findet, es könne nicht angehen, dass die Heimat von Menschen zerstört wird, nur damit ein neues Auto etwas günstiger ist. Die Autoindustrie soll dieses Problem konfrontieren und es angehen. Auch die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff soll ihre Verantwortung übernehmen und ein Veto gegen das vorliegende neue Waldgesetz einlegen, das den ohnehin schon prekären Waldschlag noch mehr begünstigen würde.

Bekannt wurde die 22-jährige als Pocahontas an der Seite von Schauspieler Colin Farrell in dem mit einem Oskar nominierten Film «New World» (2006) von Terence Malik. Zurzeit spielt sie an der Seite von Cuba Gooding Jr. – wenn sie sich nicht gerade für Greenpeace einsetzt. 

Auch der Greenpeace Kampagnen Direktor Brasilien Paulo Adario ist geehrt, eine solche Bekanntheit an Board der Rainbow Warrior haben: «Q’orianka hilft Greenpeace der Welt aufzuzeigen, dass Brasilien trotz seines guten Images immer noch viel zu tun hat punkto Umweltschutz.»

Die Greenpeace Aktivisten wechseln sich seit Montag mit der Besetzung der Ankerkette ab. Die brasilianische Präsidentin hat bis kommenden Freitag Zeit, ihr Veto gegen das verheerende Waldgesetz einzulegen.

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