Ich bin einer von fünf  „Tigers Eye“ AktivistInnen aus Indonesien. Wir haben die „Tiger Tour“ gestartet, um auf den Zustand der Wälder in Indonesien aufmerksam zu machen. Angezogen wie Sumatra Tiger, ziehen wir auf der Insel Sumatra umher, dokumentieren die Zerstörung der Regenwälder und fordern die indonesische Regierung auf, aktiv zu werden gegen die Entwaldung. Wir nehmen an Zeremonien der lokalen Bevölkerung Teil und laden sie ein die Entwaldung in ihren Gemeinden zu dokumentieren und uns diese Information zu schicken. So können wir zusammen die Heimat des Tigers retten.

Der Sumatra Tiger ist ein anmutiges, majestätisches Tier. Er ist der „König des Jungels“, ein Symbol des Reichtums des Waldes und eine Quelle der Inspiration in der indonesischen Kultur. Doch heute ist das Überleben des Sumatra Tigers in Gefahr, den seine Heimat, der Wald, wird zerstört. Nur noch ungefähr 400 Sumatra Tiger sind übrig geblieben und einer dieser wenigen ist diesen Juli in einer Falle verendet. Wir können nicht zulassen, dass diese Zerstörung ihren Lauf nimmt. Jedes Jahr werden ungefähr 1.1 Millionen Hektaren des indonesischen Regenwaldes zerstört. Das ist eine Fläche die einem Drittel der Größe von Belgien entspricht. Auf unserer „Tiger Tour“ werden wir immer wieder von mit Holz beladenen Lastwagen überholt. Ich kann mir kaum vorstellen, dass so viel Wald bereits zerstört wurde – und weiterhin zerstört wird, und dies alles nur für die Zellstoff und Papierindustrie.

Mit unserer Tour zeigen wir auf wie es in Wirklichkeit um die Heimat des Tigers in Sumatra steht und drängen die indonesische Regierung die laufenden Geschäfte und Vorgehensweisen zu überprüfen und die Regenwälder und Torfgebiete Indonesien vor der Zerstörung zu schützen. Denn wird die Entwaldung nicht gestoppt, so wird es dem Sumatra Tiger wohl gleich ergehen wie seinen Vorgängern, dem Java- und dem Bali-Tiger, welche bereits ausgestorben sind. Um dies zu verhindern, bin ich mit den anderen AktivistInnen zusammen losgezogen.