Nach einer Serie missglückter Reparaturmaßnahmen meldet BP, das sprudelnde Öl im Golf von Mexiko sei vorerst gestoppt. Ob der neue Auffangzylinder hält, ist aber fraglich. Noch befindet sich die Konstruktion in der Testphase.

Krabbe im Ölschlamm

BP auf die Schulter klopfen wäre nicht angebracht, hat der Konzern damit doch nur seine minimalste Pflicht getan: Knapp drei Monate Ölpest haben einen unermesslichen Schaden angerichtet. Bislang strömten nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur zwischen 2,3 und 4,5 Millionen Fass Öl ins Meer.

Es ist völlig unklar, ob die 20 Milliarden Dollar, die BP auf ein Treuhandkonto einzahlen musste, ausreichen, um die gröbsten Schäden zu beseitigen. In einem komplexen Ökosystem wie einem Mangrovenwald werden die Schäden über mehrere Jahrzehnte andauern. Und der Tod tausender Meereslebewesen lässt sich nicht mit Geld aufwiegen.

Weltweit fordert Greenpeace jetzt von BP und sämtlichen anderen Ölmultis, ihre gefährlichen Expansionspläne einzustellen und die Förderung in der Tiefsee und in sensiblen Ökosystemen zu stoppen. Gefragt ist ein sofortiger Wechsel in der Energiepolitik: weg von fossilen und hin zu erneuerbaren Energieträgern und Energieeffizienz.

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