Mach mit bei unserer Petition, und forder Bundesrat und Parlament auf dafür zu sorgen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und die Umwelt weltweit respektieren müssen:

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© Greenpeace / Nicolas Chauveau. Caen, Frankreich, 7. November 2011. Im Hafen von Caen entdecken Greenpeace-AktivistInnen eine Schiffsladung vonTropenholz aus dem Kongo, das von der Holzfirma Danzer importiert wurde. Mit roter Farbe und den Worten «Forest Crime» machen die Umwelt-Aktivistinnen auf die Menschenrechtsverletzungen der Danzer-Gruppe aufmerksam.

In der Demokratischen Republik Kongo (DRC) ist Gewalt im Zusammenhang mit Holzfirmen nichts Ungewöhnliches. Von Greenpeace gesammelte Beweise und Zeugenaussagen zeigen nun aber besonders schwerwiegende und schockierende Menschenrechtsverletzungen, in die der Schweizer Konzern Danzer beteiligt ist.

In der Nacht vom 2. Mai 2011 haben bis zu 60 Soldaten und Polizisten die Waldgemeinde Yalisika im Dorf Bosanga (im Gebiet von Bumba - Équateur Province) brutal angegriffen. Bei den Übergriffen kam der Dorfbewohner Frederic Moloma Tuka  ums Leben und mehrere Frauen, darunter minderjährige Mädchen, wurden von den Eindringlingen vergewaltigt. Eine Reihe weiterer unschuldiger Personen wurde geschlagen und abgeführt.

Doch was hat das alles mit der Schweiz zun tun? Die in Baar ZG ansässige Danzer Group begann durch die Tochtergesellschaft SIFORCO im Jahr 1993  in dieser Region Holz abzubauen. Der Konzern unterzeichnete dabei eine Vereinbarung mit der lokalen Bevölkerung und verpflichtete sich, die Menschen vor Ort für den Verlust der Wälder zu entschädigen: konkret wurden den Menschen in Yalisika der Bau einer  Schule und eine Gesundheitseinrichtung versprochen. Danzer hat diese Versprechen jedoch bis heute nicht erfüllt, aber weiterhin die Wälder abgeholzt.

Doch nicht nur das: Der Greenpeace-Report «The logging Fields – Conflicts and violence in Congo’s rainforests» deckt nun auf, dass der Danzer-Konzern direkt in die Menschenrechtsverletzungen vom 2. Mai 2011 verwickelt ist. Die Tochtergesellschaft SIFORCO der Danzer Group lieferte die Logistik für den Übergriff, einschliesslich einem Lastwagen mit Fahrer, und bezahlte die Soldaten- und Polizeitrupps, die diese «Vergeltungsmission» gegen die Dorfbewohner ausführten, welche einfach nur ihre rechtmässige Entschädigung einforderten.

Dies ist nicht das erste Mal, dass solche Schreckenstaten ans Licht kommen. Diese traurige Geschichte steht beispielhaft dafür, wie das Geschäft mit dem Holzeinschlag in der Demokratischen Republik Kongo funktioniert.

In der Folge an diese Vorkommnisse haben die Dorfbewohner ihren Kampf gegen das Unternehmen fortgesetzt und Ende August offiziell Anklage erhoben: ein nie da gewesener Fall im Kampf gegen die Straflosigkeit von Unternehmen in der DRC. Greenpeace würdigt den Mut dieser Dorfbewohner. Die Danzer Group scheint unterdessen über eine aussergerichtliche Einigung der ihr zur Last gelegten Straftaten eingehen zu wollen um sich so aus der Verantwortung zu stehlen.

Immer wieder kommen Schweizer Unternehmen bei ihren Aktivitäten im Ausland mit Menschenrechten und Umweltstandards in Konflikt. Greenpeace Schweiz hat sich deshalb mit anderen Nichtregierungsorganisationen zusammengeschlossen, um mit der Kampagne «Recht ohne Grenzen» von Bundesrat und Parlament zwingende ökologische und soziale Bestimmungen für Firmen mit Sitz in der Schweiz einzufordern. Menschenrechte und Umweltschutz sind zu wichtige Anliegen, um sie einfach dem Gutdünken der Konzerne zu überlassen.

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