Dienstag, 8. Januar 2013

Die Ölplattform Kulluk in der Kiliuda Bay 01/07/2013 © James Brooks / Kodiak Daily Mirror / Greenpeace

Die gestrandete Shell-Ölbohrinsel Kulluk ist wieder in Bewegung. Am Sonntag konnte die Plattform von der Stelle gezogen werden, an der sie  auf Grund gelaufen war. Die Plattform wurde in die dreissig Meilen entfernte Kiliuda-Bucht gezogen.

Vor Ort in der Ocean-Bucht sind auch zwei Ölbekämpfungsschiffe, um auf einen möglichen Unfall reagieren zu können. Auf der Kulluk befinden sich eine halbe Million Liter Diesel und 45'000 Liter Schmieröl. Heikel: Die Kiliuda Bucht, in der die Plattform gebracht wurde, gehört teilweise zum Kodiak National-Naturschutzgebiet.

Nach Shells Plänen soll die Kulluk in diesem Jahr in der Arktis nach Öl bohren. Greenpeace richtet sich in einer Petition direkt an den US-Präsidenten. Arktis-Experte Ben Ayliffe fordert ihn zu entschiedenem Eingreifen auf: «Es ist allzu offensichtlich, dass es unmöglich ist, in der Arktis sicher nach Öl zu bohren. US-Präsident Obama muss einschreiten und verhindern, dass aus einem Beinahe-Unglück eine grosses Umwelt-Desaster in einem der empfindlichsten Ökosysteme der Welt wird.»

Es ist nicht die erste Panne in Shells 4,5 Milliarden Dollar teurem Arktis-Projekt: Im letzten Jahr war das Ölbohrschiff Noble Discoverer ebenfalls fast auf Grund gelaufen. Ein Notfall-System war bei Tests schwer beschädigt worden. Die Noble Discoverer - ebenfalls für Ölbohrungen in der Arktis vorgesehen - ist derzeit noch Gegenstand einer Untersuchung durch die US-Küstenwache.

 

Dienstag, 8. Januar 2013

Vor einer Woche ist Shells Ölplattform Kulluk gestrandet. Jetzt ist die Bohrinsel von der Unglücksstelle gezogen worden und befindet sich auf dem Weg in die Kiliuda-Bucht.

 

Auf der Petitionsseite savethearctic.org sammelt Greenpeace Unterschriften für den Schutz der Arktis. Weltweit haben bereits über zwei Millionen Menschen unterzeichnet.