Eine heute veröffentlichte Greenpeace-Studie  hat die gesundheitlichen Folgen der Kohleverstromung in Europa untersucht. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass alleine im Jahr 2010 die Luftverschmutzung durch die 300 grössten europäischen Kohlekraftwerke das Leben der Europäer um insgesamt 240'000 Jahre verkürzt hat. Das entspricht umgerechnet 22'000 vorzeitigen Todesfällen.

Die Studie errechnete zudem die möglichen Folgen der 50 geplanten neuen Kohlekraftwerke in Europa: Sollten alle ans Netz gehen, würden sie uns weitere 31'000 Lebensjahre oder 2'700 vorzeitige Todesfälle kosten. Die Schweiz ist dabei auch mitgefangen: Sie bleibt von den gesundheitlichen Folgen nicht unverschont und investiert trotzdem in neue Kohlekraftwerke, beispielsweise in Lünen und Wilhelmshaven.

"Kohlekraftwerke sind stille Killer. Ihre giftigen Emissionen verursachen bei den Menschen in Europa Atemwegserkrankungen, Herzinfarkte, Lungenkrebs, Asthmaanfälle und andere Gesundheitsschäden", sagt Lauri Myllyvirta, Energieexperte bei Greenpeace International. Greenpeace fordert den Ausstieg aus der Kohlekraft und verbindliche europaweite Vorgaben für den Ausbau der Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030.