Nach zwei Wochen endet heute unsere Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Fischerei von Mosambik. Wir haben einen grossen Teil der mosambikanischen Gewässer patrouilliert und den Inspektoren den Zugang zu den ausländischen Fangflotten, die gezielt vor allem Thunfisch und bedrohte Haie fangen, erleichtert.

Mittwoch, 26. September 2012 Inspektion eines japanischen Langleinenfischers 24. September 2012 Inspektion eines japanischen Langleinenfischers

Greenpeace zusammen mit Mitgliedern der mosambikanischen Fischereibehörde inspizieren den japanischen Langleinenfischer «Wakashio Maru Nr. 08» nach illegalen Fischen und Haiflossen. 2012.09.18 © Paul Hilton / Greenpeace

Aufgrund der begrenzten Ressourcen, können weite Gebiete der mosambikanischen Gewässer nicht streng überwacht werden, wodurch eine Vielzahl an Gelegenheiten für illegale und unregulierte Fischerei entstehen.

«Derzeit plündern Fangflotten den Indischen Ozean und fangen gezielt Thunfische, Haie und andere Meerestiere. Schiffe, die sich wiederholt nicht an die Regeln halten müssen gestoppt werden. Unsere Ozeane und die Milliarden von Menschen deren Nahrung und Arbeitsplätze von den Meeren abhängen, brauchen ordnungsgemässe Kontrollen und die Durchsetzung der Fischereivorschriften», meint Paloma Colmenarejo, Meeres-Campaignerin bei Greenpeace International an Bord der Rainbow Warrior.

Während der gemeinsamen Überwachung wurden eine Fläche von 133.500 km2 sowie vier ausländische Schiffe inspiziert. Drei der Schiffe waren aus Japan, eines aus Spanien.

Eines der japanischen Schiffe, die Fukuseki Maru N ° 27, die zu der Fukuseki Maru Co. Ltd gehört, scheiterte an der Zusammenarbeit mit der Strafverfolgungsbehörde als es darum ging, die Haiflossen an Bord zu wiegen. Ein klarer Verstoss gegen die  Lizenzbedingungen. Die mosambikanische Regierung erwägt derzeit weitere rechtliche Schritte.

Langleinenfischer in mosambikanischen Gewässern zielen vor allem Weissen Thun, Grossaugen-Thun , Gelblossen Thunfisch, Schwertfische und Haie, wegen des lukrativen Geschäfts mit den Haiflossen, ab. Weisser Thun ist in der Region überfischt und viele Hai-Arten sind vom Aussterben bedroht. Albacore Thunfisch (Weisser Thun) wird im Indischen Ozean fast ausschliesslich mit Langleinen gefangen. Ein Mangel an ordnungsgemässem Management und die illegale Fischerei tragen zum Untergang dieser Arten bei.

«Illegale Fischerei ist ein massives Problem in den Gewässern der Küstenstaaten die nur über begrenzte Kapazitäten verfügen die Aktivitäten der Fangflotten zu überwachen. Es ist Diebstahl von Fisch aus dem Indischen Ozean und Raubbau an den Küstenstaaten, die das Einkommen aus dem Fang dringend selbst benötigen», ergänzt Colmenarejo.

João Noa Senete, Leiter des Fisheries Surveillance Operations Department des mosambikanischen Ministerium für Fischerei, fügt hinzu: «Illegale Fischerei schadet Fischerdörfern und verschwendet Ressourcen auf Kosten von zukünftigen Generationen. Deshalb sind wir mit Greenpeace International in gemeinsamer Mission für die Minimierung oder Beseitigung von illegalen, ungemeldeten und nicht regulierten Fischereiaktivitäten, um den wirtschaftlichen Nutzen aus der Fischerei und die Nachhaltigkeit der Fischereiressourcen zu sichern.»

Greenpeace ruft die wichtigsten Marktteilnehmer und Thunfisch Marken dazu auf, sicherzustellen, dass ihre gesamte Lieferkette transparent ist und ihr Thunfisch-Angebot ausschliesslich aus legalem Fang und von  nachhaltig arbeitenden Anbietern stammen.

Unterdessen führen wir unsere Mission, die Probleme die exzessiver Thunfischfang mit zerstörerischen Fangmethoden mit sich zieht ins Rampenlicht zu rücken und Sicherzustellen dass die Küstenregionen vom Reichtum des Indischen Ozeans profitieren.