Der Klimawandel geht unvermindert weiter. Das ist ein zentrales Ergebnis des fünften Berichtes des Weltklimarates IPCC, der heute in Stockholm veröffentlicht wurde. Auf über 2000 Seiten haben 850 Wissenschaftler aus aller Welt den Stand der Klimaforschung zusammengetragen.

Greenpeace-Aktion in Stockholm: Die Arktis ist in Gefahr, weil der Klimawandel voranschreitet und verschiedene Konzerne die Ölvorkommen nördlich der arktischen Eisgrenze kommerziell ausbeuten wollen.

 

„Wir sind mittendrin im Klimawandel. Das Schmelzen des arktischen Eises, der Anstieg des Meeresspiegels und die Versauerung der Meere schreiten voran“, sagt Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. „Wir müssen weg von der klimaschädlichen Verbrennung von Kohle und Öl», so der Experte. Durch das Verbrennen von Kohle, Gas und Öl steigen die Temperaturen. Jedes der drei letzten Jahrzehnte war wärmer als alle vorangegangenen seit 1850.

„Noch schluckt das Meer einen Großteil der durch CO2 verursachten Temperaturerhöhung. Das kann die Ruhe vor dem Sturm sein. Wenn das Meer die gespeicherte Hitze wieder abgibt, werden die Folgen umso heftiger sein“, sagt Smid. Aber einige Länder agieren weiterhin als gäbe es eine zweite Welt.

Besonders Russland ignoriert die Warnungen des Weltklimarates und möchte Öl- und Gasvorkommen in den ökologisch sensiblen Gebieten der Arktis ausbeuten. Greenpeace warnt schon seit Jahren vor Ölbohrungen in dem Gebiet. Ausgerechnet den Greenpeace-Aktivisten, die dort friedlich protestiert haben, drohen derzeit in Russland lange Haftstrafen.

Lesen Sie unsere ausführliche Übersicht zum IPCC-Bericht: