Ozonloch

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Informationsseite - 24. Februar, 2013
Das Ozonloch gibt es erst seit wenigen Jahrzehnten. Es klafft viele Kilometer über der Erdoberfläche, ist also weit von uns entfernt, und wir sehen und spüren es nicht. — Trotzdem ist es sehr bedeutend, sprich gefährlich, für uns Menschen.

Die Stratosphäre, eine Luftschicht in 10 bis 50 Kilometer Höhe, besteht unter anderem aus Ozon, einer Sauerstoffverbindung. Das Ozon absorbiert ultraviolette Strahlung aus dem Weltall. Wenn diese Strahlung ungehindert auf die Erde träfe, wäre menschliches Leben auf der Erde unmöglich: Wir würden innerhalb von Stunden erblinden. Die Ozonschicht in der Stratosphäre ist also eine der vielen Voraussetzungen für Leben auf unserem Planeten. Durch jede Ausdünnung wirken mehr UV-Strahlen auf uns ein als normalerweise, wodurch unsere Haut ungewohnt stark beansprucht wird, bis zur Schädigung und manchmal bis zum Hautkrebs.
Vor ungefähr 30 Jahren haben Wissenschaftler festgestellt, dass diese Ozonschicht dünner wird. Später ist sie über dem Südpol zum Teil gänzlich verschwunden: Sie hatte ein «Loch». Dann wurde dasselbe Phänomen auch über dem Nordpol beobachtet; 2011 ist auch dort erstmals ein eigentliches Ozonloch entstanden.
Es gibt natürliche Substanzen, welche die Ozonschicht beeinflussen. Schwankungen in deren Dicke, durch die Sonnenaktivität verursacht, gibt es seit jeher. Hauptgrund aber für die Zerstörung der Ozonschicht sind bestimmte chemische Verbindungen, die als Treibgase in Sprays, als Kühlmittel in Kühlschränken und Klimaanlagen oder für die verschiedensten Anwendungen als Lösungsmittel verwendet wurden: die Fluorchlorkohlenwasserstoffe, kurz FCKW.
Wegen dieser gefährlichen Wirkungen wurden die FCKW 1989 mit dem sogenannten Montrealer Abkommen international verboten, allerdings nur schrittweise. Deshalb erholt sich die Ozonschicht insgesamt wieder, an gewissen Stellen wächst das Ozonloch allerdings weiterhin. Laut Schätzungen der NASA wird die Ozonschicht erst etwa im Jahr 2070 wieder den «ursprünglichen» Zustand erreicht haben. Immerhin ist das Ozonloch ein Beispiel dafür, wie konsequentes Handeln von Politik und Konsumentinnen ein globales Umweltproblem eindämmen kann.

Was du tun kannst

  • Zwar sind die schlimmsten Ozonschichtkiller, die FCKW, grundsätzlich verboten. Dennoch können sie noch immer in geschäumten Kunststoffen wie Styropor, in chemischen Produkten und als Kältemittel sowie als Treibmittel in Spraydosen vorkommen. Achte deshalb auf Produkte, die absolut FCKW-frei sind.
  • Besonders alte Kühl- und Tiefkühlschränke und Klimaanlagen können immer noch FCKW enthalten. Achte darauf, dass sie fachgerecht entsorgt werden.
  • Schütze dich selber gegen Sonnenbrand und Hautkrebs.

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