Risiken und Gefahren der Atomenergie

Plutonium und MOX

Informationsseite - 17. März, 2011

Das radioaktive und stark toxische Schwermetall Plutonium kommt in der Natur nur in sehr geringen Mengen vor, kann aber künstlich hergestellt werden und ist ein unvermeidliches Nebenprodukt aus der Gewinnung von Atomenergie. Durch seine enorme Halbwertszeit von 24.000 Jahren kann es noch über Hunderttausende von Jahren als tödliches Gift in der Umwelt nachgewiesen werden. Die beim radioaktiven Zerfall entstehenden Teilchen verursachen eingeatmet schon ab einer Dosis von einem Millionstel Gramm tödlichen Lungenkrebs.                                

Ein in einem AKW abgebranntes Brennelement enthält etwa ein Prozent Plutonium. 

Um das Plutonium zu verwerten, versucht man es durch Wideraufarbeitung in Form von Mischoxid (MOX)-Brennelemente weiter zu verwenden. Ein MOX-Brennelement enthält aber rund 3,5 Prozent spaltbares Plutonium. Der Einsatz von MOX Brennelementen ist gefährlich: Abgebrannte MOX-Brennelemente strahlen wesentlich stärker als Uran-Brennelemente. Dazu reduziert der Einsatz von MOX-Brennstoff gleichzeitig auch die Wirksamkeit der Steuerstäbe. Damit wird der Reaktor instabiler und das Risiko höher, dass ein Unfall zur Katastrophe wird.

In der Schweiz wird die Technik der MOX Brennelemente seit 1978 in Beznau und seit 1997 in Gösgen verwendet. 

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