Informationsseite - 28. März, 2011
Ionisierende Strahlung
Ionisierende Strahlung entsteht u.a. beim Zerfall von radioaktiven Stoffen. Zur ionisierenden Strahlung zählen sowohl elektromagnetische Strahlen wie Röntgen- und Gammastrahlung aber auch Alpha- und Betastrahlung. Ionisierende Strahlung kann aus Molekülen oder Atomen Elektronen entfernen – auch in lebenden Organismen. Ist die ionisierende Strahlungsenergie hoch genug, kann es zu schweren Strahlenschäden kommen.
Die Art der Strahlung der radioaktiven Elemente tritt in drei verschiedenen Variationen auf, wobei alle ionisierende Wirkung haben: Alpha-, Beta- und Gammastrahlung.
Alphastrahlung(α) –
Ihre Eindringtiefe und Reichweite sind gering und sie kann die menschliche Haut nicht durchdringen; theoretisch kann sie schon durch ein Blatt Papier abgeschirmt werden. Gelangt sie jedoch durch Einatmung radioaktiver Staubpartikel oder der Aufnahme kontaminierte Nahrungsmittel in den menschlichen Stoffwechsel, ist sie von allen drei Strahlungsarten am gefährlichsten, da sie die durch ihre doppelt-positive Ladung höchste Ionisierungswirksamkeit aufweist. Allerdings muss man beachten, dass die Aktivität der Strahlung, d.h. die von einem radioaktiven Stoff ausgesandte Anzahl an Alpha-Teilchen pro Zeiteinheit, von der Menge und Halbwertszeit des radioaktiven Ausgangsstoff und dem Folgeprodukt abhängt.
Betastrahlung (β) –
Die Reichweite der Betastrahlen beträgt mehrere Meter und kann unsere Haut durchdringen, doch ist ihre Eindringtiefe aufgrund der starken ionisierenden Wirkung relativ gering. Wie auch die α-Strahlung wird die β Strahlung im elektrischen und magnetischen Feld abgelenkt. Ihre Ionisierungswirkung im Körper ist stark, aber geringer als die der Alphastrahlung. Betastrahlungen finden auch Verwendung in der Strahlentherapie.
Gammastrahlung (γ) –
Die Gammastrahlung lässt sich nicht abschirmen. Hier entstehen bei der Kernspaltung kurzwellige, energiereiche elektromagnetische Wellen mit hohem Durchdringvermögen.
Sie wird auch nicht durch elektrischen oder magnetischen Feldern abgelenkt. In der Luft nimmt ihre Intensität mit dem Quadrat der Entfernung von der Strahlenquelle ab.
Trotzdem besteht bei geringer Intensität die Möglichkeit, dass Zellen funktionstüchtig bleiben.