Vegan & Vegetarisch

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Informationsseite - 24. Februar, 2013
Sich vegan ernähren — auf tierische Nahrungsmittel verzichten — kann man aus verschiedenen Gründen: aus Respekt vor den Tieren, aus religiösen oder gesundheitlichen Motiven oder ganz einfach, weil man Fleisch und Milchprodukte nicht mag. Auf jeden Fall aber tut man damit etwas für die Umwelt.

Die Herstellung von Nahrungsmitteln aus tierischer Herkunft wie Fleisch, Eier und Milchprodukte verbraucht wesentlich mehr Rohstoffe und mehr Energie als die Herstellung von Nahrungsmitteln aus Gemüse oder Getreide: Um ein Tier für den Verzehr grosszu­ziehen, muss man es zuvor mit enormen Mengen an ­Getreide und Futterstoffen füttern. Grob geschätzt ­benötigt man für die Erzeugung einer Fleischkalorie rund zehn Pflanzenkalorien, für Milchprodukte sieht 
die Rechnung nicht viel besser aus. Ökologisch kon­sequent ist deshalb nicht nur eine vegetarische, sondern eine möglichst vegane Ernährung. Veganer verzichten gänzlich auf Nahrungsmittel tierischer Herkunft und zum Teil sogar auf Leder.
Heute sind in der Schweiz nicht einmal 3 Prozent der Bevölkerung Vegetarier, und nur 0,3 Prozent halten sich an den Veganismus. Im übrigen Europa und in den USA sind die Zahlen ähnlich. Immerhin steigt aber der Anteil an Menschen, die versuchen, zumindest deutlich weniger Fleisch, Fisch und Milchprodukte zu konsumieren und sich ökologisch bewusst zu ernähren, sogenannte Flexitarier.
Die Auswirkungen des Fleisch-, Milch- und Eierkonsums auf die Umwelt und besonders aufs Klima haben wir in anderen Kapiteln ausführlich dargestellt.



Die vegetarische oder vegane Lebensweise ist die konsequenteste und wirkungsvollste Antwort, die das Individuum auf die Probleme der begrenzt zur Verfügung stehenden Agrarflächen, auf die Urwaldrodung, die Klimaerwärmung, die Wasserknappheit und den Welthunger geben kann.

Was du tun kannst

  • Gemüse, Hülsenfrüchte, Pilze, Tofu und andere Ersatzprodukte sind reelle Alternativen zu Fleisch.
  • Wenn du weniger oder kein Fleisch essen willst: Ersetze Fleisch nicht einfach mit Milchprodukten und ­Eiern. Das würde dem Klima wenig nützen.
  • Mach dir zunächst einen fleischlosen Tag pro ­Woche zur Gewohnheit. Dann: besser zwei, drei, sieben!
  • Entdecke die vegetarische und vegane Küche als grossartige Bereicherung deines Speisezettels. Es gibt zahllose Kochbücher.
Alte Tradition

Veganismus und ­Vergetarismus gibt es seit Jahrtausenden.

  • Um 500 v. Christus propagierte Pythagoras eine rein pflanzliche Diät.
  • Hinduismus, Buddhismus und Jainismus preisen eine fleischlose Kost.
  • In Indien ernähren sich 40 Prozent der Menschen vegetarisch.
  • Während der buddhistischen Hochblüte in Korea und Japan (ca. 700 bis 1400 n. Chr.) wurde der Fleischkonsum per kaiserlichem Dekret wiederholt verboten.
  • In der Neuzeit bildete sich eine vegetarische Bewegung in Grossbritannien, wo 1847 die Vegetarian Society gegründet wurde. Dort wurde auch der Begriff «Vegetarier» geprägt.

 

Gesundheit

Reduzierter Konsum von tierischen Eiweissen ist der Gesundheit zuträglich. Veganer und Vegetarier ­st­erben weniger häufig an Kreislauf- und bestimmten Krebserkrankungen und weisen bessere Blutfettwerte auf. Zudem haben sie einen niedrigeren Blutdruck und ein geringeres Risiko für Fettleibigkeit.

Tofu & Co.

Als Alternativen zu Fleisch sind zu empfehlen: ­Getreideprodukte, Pilze, Gemüse sowie Ersatzstoffe wie Quorn (aus Pilzsporen) oder Tofu. Wenn diese Speisen gut zubereitet sind, geben sie auch «eingefleischten» Fleischessern das Gefühl, deftig gespeist zu haben. Die meisten von uns sind einfach nicht gewohnt, ohne Fleisch zu kochen, dabei bietet die vegetarische Küche sehr viele Möglichkeiten — vom Fast Food bis zur Haute Cuisine.

  • Ein gutes Kochbuch hilft dir, die Vielfalt des vegetarischen Essens zu entdecken.
  • Zwischen den wenigen Ersatzprodukten, die in Supermärkten angeboten werden, den Produkten spezialisierter Anbieter und den Sortimenten in Bioläden besteht oft ein grosser qualitativer Unterschied.
  • Viele Ersatzprodukte enthalten einen hohen Anteil an Hühnereiweiss. Wenn du auch darauf verzichten möchtest, lies die Zutatenliste aufmerksam.

Veganismus

Veganismus wird als «radikale» Variante des Vegetarismus betrachtet. Nicht nur vom ökologischen Standpunkt aus betrachtet ist Vegetarismus eher eine «milde» Variante des Veganismus.
Veganismus geht noch ein paar Schritte weiter als Vegetarismus: Die konsequentesten Veganerinnen essen nicht nur kein Fleisch, keinen Fisch und auch keine Milchprodukte und Eier, sie lehnen grundsätzlich jede Nutzung von Tieren und tierischen Produkten ab. Das heisst, sie essen auch keinen Honig, tragen keine Schuhe oder Kleider aus Leder und Wolle und verzichten auf an­dere Produkte mit tierischen Anteilen wie gewisse Kosmetika, Drogerieartikel oder Farbstoffe. Es gibt auch Veganerinnen, die aus diesem Grund keine Haustiere halten oder Zoo- und Zirkusbesuche meiden.
Das alles klingt sehr extrem. Die allermeisten ­Veganer wenden die veganischen Prinzipien aber lediglich auf die Ernährung an. Wer ihnen nacheifert, wird bald überrascht sein, zu entdecken, dass die Einschränkungen viel geringer als angenommen sind. Das Gefühl von ­Verzicht hat mehr mit den gesellschaftlichen Gepflogenheiten zu tun.

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(nicht registriert) fabulous sagt:

Hier kannst du alle veganen Produkte einfach bestellen und nach Hause liefern lassen. En Guete :)

http://www.fabulous.ch | Der Vegan Shop...

Geposted 2. September, 2014 am 12:55 Missbrauch Reply

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