Asbest

wird noch immer produziert

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Informationsseite - 28. Juli, 2010
Jahrzehnte nachdem für sämtliche Asbesterzeugnisse Ersatzfasern auf dem Markt sind, ist ein Anstieg des Asbestkonsums in Entwicklungs- und Schwellenländern zu verzeichnen.

2002 © Greenpeace / Thomas Schlijper

Chemisch gehören Asbeste in die Gruppe der Silikate. Das Besondere des Asbests liegt in seiner beständigen, fasrigen Struktur. Asbest besitzt ein gutes Isolationsvermögen im Brandschutz, hat eine hohe mechanische Festigkeit und ist säurebeständig. Deshalb wird Asbest so vielfältig eingesetzt.

Gesundheitsgefährdung

Asbest besitzt als Mineral eine faserige STruktur. Die nadelförmigen Fasern werden eingeatmet und gelangen in die Lunge, wo die Abwehrzellen von den Fasern zerstört werden. Besonders in der Lunge kommt es zu Entzündungsprozessen, danach zur Vernarbung. Diese sogenannte Lungenasbestose behindert den Gasaustausch und führt in fortgeschrittenen Stadien zur Erstickung. Ausserdem kann die Einatmung von Asbestfasern zu Lungenkrebs führen.

Aktuelle Lage

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden in Zukunft jährlich zwischen 90'000 und 100'000 Menschen an asbestbedingten Leiden sterben. Ein Grossteil dieser Männer und Frauen arbeitet heute in einem asiatischen Land oder in Russland. China ist der grösste Asbestkonsument unter den Schwellenländern. Laut der Dachorganisation für ein weltweites Asbestverbot (IBAS - International Ban Asbestos Secretariat) ist in China zwischen 2000 und 2004 der Verbrauch um mehr als 40 Prozent gestiegen. Auch in Indien, Thailand, Vietnam und Indonesien steigt die Asbestproduktion jährlich.

Verschrottung ausgedienter Schiffe

2005 schreckte die Weltöffentlichkeit auf, als der französische Flugzeugträger Clemenceau zu seinem Verschrottungsplatz, dem indischen Alang, aufbrach. Das Schiff enthielt nach offiziellen Angaben neben anderen Giftstoffen 45 Tonnen, nach offiziellen Angaben 100 Tonnen Asbest. Nach wochenlangen Protesten von Greenpeace und anderen Umweltorganisationen wurde das Schiff wieder nach Frankreich zurückbeordert.

Weltweiter Stopp der Asbestproduktion gefordert

Die Rotterdam-Konvention regelt den Export und Import gefährlicher Chemikalien und Pestizide. Die Aufnahme von Weissasbest in die Konvention, in der bereits die fünf anderen als gefährlich geltenden Asbestsorten aufgeführt sind, würde vor allem für die Asbestindustrie in Kanada das Aus bedeuten. Denn diese exportieren rund 97 Prozent des in seinen Minen abgebauten Minerals.

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