Factsheet Alpiq

Download-Seite - 31. März, 2011
Seit dem Beginn der Katastrophe von Fukushima haben die Schweizer Stromkonzerne in der öffentlichen Debatte verschiedene Rollen eingenommen. So mussten sich v.a. die Axpo und die BKW öffentlich in Bezug auf die Atompolitik der Schweiz und die Sicherheit der AKW positionieren. Die Alpiq hat sich bis dato bedeckt gehalten.

Während die Axpo die Sistierung des Rahmenbewilligungsverfahrens «begrüsst», schreibt die Alpiq, dass sie «davon Kenntnis genommen hat.» Die Alpiq wird sogar von ihrer direkten Konkurrentin Axpo beschuldigt, den Rückzug der Rahmenbewilligungen nach der Katastrophe von Fukushima verhindert zu haben. Laut der Zeitung Sonntag vom 20.3.11 war der CEO der Axpo, Heinz Karrer, bereit, den Rahmenbewilligungsantrag sofort zurückzuziehen, die Alpiq habe sich aber einem gemeinsamen Rückzug der drei Anträge entgegengestellt. Die Alpiq hatte in Bezug auf die drei betroffenen Stromkonzerne immer schon den Ruf, am entschlossensten zu sein, ein neues AKW zu bauen – auch wenn die Axpo und die BKW bei der Verteidigung der Projekte im Vordergrund standen. Die gemässigte Haltung der Axpo und der BKW seit der Katastrophe von Fukushima ist zweifellos damit zu begründen, dass beide direkt im Besitz der Kantone sind und deren politischen Lenkung unterstehen. Öffentlich-rechtliche Körperschaften haben aber auch für die Strategie der Alpiq ein grosses Gewicht – oder sollten es haben.

Greenpeace fordert von Alpiq den sofortigen und definitiven Rückzug ihrer AKW-Neubaugesuche und nimmt auch die BKW und die Axpo in die Pflicht, dies zu tun.

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