Chemiemülldeponien

Weg mit dem Dreck

Informationsseite - 9. März, 2010
Über die ganze Schweiz verteilt gibt es gut 50 000 Flächen, die durch Altlasten verseucht sind: ehemalige Abfalldeponien, Gaswerkareale, Schrottplätze oder Gebiete mit Ölunfällen.

Deponie Bonfol

© Le Quotidien Jurassien/Greenpeace

 

Das Bundesamt für Umwelt schreibt, dass an 4000 dieser Standorten durch den Austritt von Schadstoffen «früher oder später eine Gefahr für Mensch und Umwelt» entsteht. Sie gefährden die Bodenfruchtbarkeit, es entweichen giftige Gase oder sie verschmutzen das Grundwasser. Sind die Schadstoffe einmal im Grundwasser angelangt, so ist auch unser Trinkwasser in Gefahr. Um dieses Risiko zu beseitigen, gibt es nur eines: Gefährliche Altlasten müssen auf Kosten der Verursacher totalsaniert werden.

Totalsanieren heisst, die Schadstoffe dauerhaft zu beseitigen. Einfach einen Zaun rund ums kontaminierte Gebiet zu ziehen, ist keine Lösung. Und dafür zu sorgen, dass möglichst wenig Gifte austreten, reicht auch nicht. Die verantwortlichen Chemiefirmen müssen die Schadstoffe mit den besten verfügbaren Techniken vernichten. Kosten dürfen keine Rolle spielen, denn die Verantwortlichen hatten bei der nicht fachgerechten Entsorgung bereits viel Geld gespart.

Greenpeace fordert eine umgehende, sorgfältige Totalsanierung von gefährlichen Deponien. Die Gesundheit der Menschen und die Umwelt dürfen nicht durch Altlasten gefährdet sein.

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