Senegal

Informationsseite - 2. April, 2012
Ende März 2013 erhielten 12 Greenpeace-Freiwillige in Senegal eine Schulung in Solarenergie. Im Rahmen des Trainings wurde eine Solaranlage auf dem Greenpeace-Büro in Dakar installiert, die nun unabhängig und zuverlässig sauberen Strom liefert.


 

In Senegal wird nicht nur während der 9273 km langen Dakar-Rallye unmengen Tonnen CO2 in die Atmosphäre geschleudert. Auch sonst wird der Strombedarf hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe gedeckt. Im Vergleich zu den ländlichen Gebieten Senegals ist die Stromversorgung in Dakar gut ausgebaut, jedoch kommt es täglich zu stundenlangen Stromausfällen. Die Sonne als saubere und zuverlässige Energiequelle verfügt aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen zwar über grosses, aber ungenutztes Potential. Das Greenpeace-Büro in Dakar hat mit der Solarisierung einen Schritt in Richtung Energiezukunft gemacht und steht vorbidlich für die Energiewende in Afrika.

 

Solarpower für das Greenpeace-Büro Dakar

Die ersten PV-Module werden auf das Dach getragen.

 

Nach den PV-Ausbildungen in Oshwe und Kinshasa startete am 28. März 2013 die dritte PV-Ausbildung in Dakar, Senegal. Im Rahmen der Installation einer PV-Anlage auf dem Dach des Greenpeace-Büros Dakar erhielten 12 junge Freiwillige eine Erstausbildung in Solarenergie. Geleitet wurde das Training von Crispin Assimbo der selbst durch die Klima-Karawane ausgebildet wurde und bereits die Ausbildungen in der Demokratischen Republik Kongo durchgeführt hat.

 


 

Crispin Assimbo (links) erklärt die Verkabelung.

 

Anfangs April folgte im Greenpeace-Büro Dakar ein Stromspar-Audit, in dem die Teilnehmenden gelernt haben, wie jeder Einzelne seinen Energieverbrauch verringern kann. Der Kurs vermittelte ihnen mit der Installation der PV-Anlage einerseits praktische Kenntnisse um grundlegende Reperaturen und die Wartung der PV-Anlage selbst vorzunehmen. Im Weiteren erkannten die Teilnehmenden auch das Potential für ihren beruflichen Werdegang, das sich durch die Ausbildung eröffnete.

 

 

Holzeffizente Öfen in Koudiadiène

Philippe Ahodékon (rechts) erklärt die Funktion eines holzeffizienten Ofens.

 

Eine berufliche Perspektive bat sich auch dem Freiwilligen Phillipe Ahodékon, der vor zwei Jahren an der Green Energy Demonstration während des World Social Forums mit einem Training begonnen hat. Heute leitet Phillipe Ausbildungskurse zum Bau holzeffizienter Öfen und gestaltet die Energiewende damit aktiv mit. So wurden von ihm 40 Fischerfrauen in einem Dorf 80km ausserhalb von Dakar im Ofenbau ausgebildet. Diese Region hat stark mit Desertifikation zu kämpfen, Holz ist ein rares Gut, daher bieten effiziente Öfen mit einer Reduktion des Feuerholzbedarfs von bis zu 70% einen grossen Vorteil. Die Ausbildung spart den Fischerfrauen jedoch nicht nur Feuerholz, die Produktion und der Verkauf der Öfen ist für sie zu einer Einkommen generienrenden Tätigkeit geworden.

 

 

Green Energy Demonstration in Dakar

Bisher wird Energie im Senegal hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe in Wärmekraftwerken erzeugt. Vor allem Projekte ausländischer Organisationen konzentrieren sich in den letzten Jahren vermehrt auf den Ausbau der Solarenergie und anderer erneuerbarer Energien, da die klimatischen Bedingungen im Senegal dazu sehr gut gee

Green Energy Demonstration

 

Am World Social Forum 2011 in Dakar führte die Klima-Karawane mit Greenpeace Afrika die Green Energy Demonstration durch. Dabei wurden verschiedene Vorführungen und Schulungen gemacht in denen erklärt und mittels effizienten Holzöfen, Solarheizungen, Solarkocher und Photovoltaik-Systemen gezeigt wurde, wie Solarenergie und Energieffizienz funktioniert. Ziel war es aufzuzeigen, dass Solarenergie das Potential hat, Afrika unabhängig von fossilen Energieträger zu machen.