Gentech Moratorium bis 2017

Landwirtschaft

Greenpeace setzt sich weltweit für eine moderne, ökologische Landwirtschaft ein, die sich an den natürlichen Kreisläufen und Ressourcen ausrichtet und Lebensmittel ohne Gentechnik und Schadstoffe erzeugt.

Weiter wie bisher ist keine Option!

Mehr Erträge und die Rationalisierung der Produktionsabläufe waren bislang die zentralen Herausforderungen der Landwirtschaft weltweit. Doch heute wissen wir: Mit der industrialisierten Landwirtschaft sind durch den Einsatz von Kunstdünger, Pestiziden, ineffizientem Wasserverbrauch und Gentech-Pflanzen viele Probleme für Mensch, Tier und Umwelt entstanden. Die Landwirtschaft ist vom Klimawandel stark betroffen, trägt aber mit bis zu einem Drittel der Treibhausgasemissionen selbst dazu bei. 400 Wissenschaftler stellen 2008 im Weltagrarbericht fest: Weiter wie bisher ist keine Option. Es braucht ein radikales Umdenken. Trotz Ertragssteigerungen der letzten Jahrzehnte sind heute eine Milliarde Menschen unterernährt. Es wird immer mehr produziert. Aber was genau? Die industrialisierte Landwirtschaft dient primär der Befriedigung westlicher ressourcenintensiven Ernährungsgewohnheiten oder der Energieproduktion. Die Welternährungsorganisation (FAO) erwartet, dass sich die globale Fleisch- und Milchproduktion in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts verdoppeln wird. 75 Prozent der globalen Landwirtschaftsflächen beansprucht deshalb alleine die Nutztierproduktion.

Die industrialisierte Landwirtschaft verdrängt immer mehr Wälder, Savannen- oder Steppenlandschaften, Sumpfgebiete und wertvolle Küsten- und Meeresökosysteme. Auch hier: die Nachfrage nach Tierfutter und Agroenergie ist massgeblich dafür verantwortlich. Der Druck auf Landflächen die der Ernährung der Bevölkerung dienen, nimmt zu.

Zudem bedrohen seit einigen Jahren genmanipulierte Kulturpflanzen die Vielfalt auf dem Acker. Sie sind Teil einer zukunftsunfähigen Landwirtschaft und sind ein unabschätzbares Risiko für die Gesundheit von Tier und Mensch.

Greenpeace engagiert sich in der Schweiz dafür, dass die Äcker frei von Gentech-Saat bleiben, für eine an unsere natürlichen Ressourcen angepasste Produktion von Milch- und Rindfleisch, die möglichst auf den Einsatz von Kraftfutter verzichtet und für Bienenfreundliche Produktionsmethoden.

Neueste Beiträge

 

Einer von ihnen

Story | 21. März, 2015 am 12:00

Chinesische Kinder, über und über mit Kohlestaub bedeckt. Früchte in den Händen eines Arbeiters – vergiftet. Krater, die wie Pockennarben eine ehemals fruchtbare Ebene verunstalten. Der von Industriekaminen geschwärzte Himmel Chinas. Man kennt...

Ein Ökozid-Gesetz: «Mehr Macht für Aktivisten»

Story | 13. März, 2015 am 12:00

Eines Tages, als sie einen Mandanten vertrat, der bei einem Arbeitsunfall schwer verletzt worden war, sah die schottische Anwältin Polly Higgins aus dem Fenster. Sie blickte auf eine Reihe von Bäumen, und es fiel ihr wie Schuppen von den Augen:...

Landraub

Story | 20. Februar, 2015 am 12:00

Landraub oder Landgrabbing bezeichnet die umstrittene Praxis von ausländischen Investoren, die insbesondere in Afrika und Asien grossflächig fruchtbares Land kaufen oder pachten. dies führt mancherorts zur Vertreibung der lokalen Bevölkerung...

Interview mit dem Fotografen Paul Hilton

Story | 6. Dezember, 2014 am 9:00

«Manta Ray of Hope» – Hinter diesem klangvollen Namen verbirgt sich ein Projekt des Greenpeace-Fotografen Paul Hilton. Die globale Initiative schützt Manta- und Mobularochen vor ausbeuterischem Handel und verhindert das Geschäft mit Kiemenreusen...

Forschung ja, Gentechnik nein

Newsblog-Eintrag von Yves Zenger | 12. November, 2014

Die Forschungsanstalt Agroscope will auf dem Versuchsareal Reckenholz in Zürich genmanipulierte Kartoffeln pflanzen.  Die geplanten Versuche sind sehr teuer und zielen an den Bedürfnissen von Landwirtschaft und KonsumentInnen vorbei. ...

Wildbienen – Die anderen Bienen

Story | 4. Oktober, 2014 am 12:00

Mir ist, als wären wir in einem Dschungel. Verschlungene Pfade führen zwischen hohen Sträuchern hindurch, ein dichtes Obstspalier säumt den Weg, links und rechts unzählige wildblühende Pflanzen, Klettergewächse und Rosen. Der Solothurner...

Das sind die Gewinner des Greenpeace Photo Award 2014

Newsblog-Eintrag von Lilla Lukacs | 2. Oktober, 2014

Manuel Bauer gewann den Publikumspreis, Dmitrij Leltschuk und Uwe H. Martin gewannen den Jurypreis .  Greenpeace möchte mit diesem Award in Zusammenarbeit mit dem Reportermagazin GEO auf Umweltfragen wie Zerstörung von...

1 - 7 von 109 Ergebnisse.

Kategorien