Lebensmittelproduktion:

Weiter wie bisher ist keine Option!

Informationsseite - 9. März, 2010
Die industrielle Landwirtschaft ist das dominierende Modell der weltweiten Lebensmittelerzeugung. Sie verschlingt immense Mengen Trinkwasser und ist verantwortlich für 14% der weltweiten Treibhausgasemissionen. Rechnet man Landverbrauch durch Abholzung, Lebensmitteltransporte, -verpackungen und -abfälle mit ein, sind es gar bis zu 32% des globalen Austosses.

Luftaufnahme auf ein Soya-Feld welches auf einer abgeholzten Fläche Amazonas Regenwald errichtet wurde.

© Greenpeace / Daniel Beltrà

Industrielle Landwirtschaft ist abhängig von Erdöl und bedingt den Einsatz von Pestizid- und Kunstdüngern. Das schadet der Bodenfruchtbarkeit und verringert die natürlichen Abwehrkräfte eines Agrar-Ökosystemes. In öden Monokulturen gibt es keine Pflanzen- und Tiervielfalt mehr. Zunehmend bedroht genmanipuliertes Saatgut die Artenvielfalt auf dem Acker, auf die die Welt in Zeiten des Klimawandels so dringend angewiesen ist. Bei vermehrten Trockenzeiten, schweren Niederschlägen und starken Temperaturschwankungen braucht es lokal angepasste Sorten mit verschieden ausgeprägten Eigenschaften. Nur so können grosse Ernteausfälle vermieden werden.

Grund für die Umweltkatastrophe auf den Äckern dieser Welt sind vor allem die internationalen politischen Rahmenbedingungen. Diese begünstigen den Absatz von giftigen Pflanzenschutzmitteln oder überschwemmen den Weltmarkt mit subventionierten Lebensmittel zu Spottpreisen. Davon profitieren vor allem internationale Grosskonzerne; Verlierer sind Bauern, die ihre Ernte in der Region nicht mehr verkaufen können, weil von weit her transportierte Lebensmittel oftmals billiger sind. Die Macht über die globale Lebensmittelproduktion konzentriert sich so in den Händen von wenigen Agrar-Multis.

Industrielle, von Monokulturen geprägte Landwirtschaft zerstört Boden, Wasser und Luft – die Ressourcen, die wir für unsere künftige Nahrungsproduktion brauchen. Doch eine andere Landwirtschaft ist möglich: Im ersten Weltagrarbericht kommen 400 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zum Schluss, dass eine ökologischere, lokaler produzierende Landwirtschaft die Zukunft sein soll. Greenpeace setzt sich weltweit für eine ökologische Landwirtschaft ein.

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