Klimaschutz braucht die Energiewende

Informationsseite - 13. Dezember, 2010
Nur wenn die Welt wegkommt von ihrer Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, lassen sich die Treibhausgase so weit reduzieren, dass die schlimmsten Folgen der Erderwärmung ausbleiben. Wie eine Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe und ohne Atomenergie Realität werden könnte, hat Greenpeace in verschiedenen Szenarien erarbeitet.

 

Energy[R]evolution Schweiz

Im November 2013 veröffentlichte Greenpeace das Schweizer Gesamtenergieszenario «Energy [R]evolution», welches zeigt, dass eine sichere, Atomstrom- und nahezu CO2-freie Energieversorgung möglich und auch erschwinglich ist. Im E[R]-Szenario haben die Atomkraftwerke eine Laufzeitbeschränkung von 40 Jahren. Die drei ältesten Reaktoren der Schweiz müssen aus sicherheitstechnischen Gründen sofort vom Netz genommen werden, 2024 geht mit Leibstadt das letzte AKW vom Netz. Gleichzeitig werden die CO2-Emissionen mit minus 96% gegenüber 1990 deutlich stärker abgesenkt als die Schweizer Politik das zurzeit plant.

Erstellt wurde «Energy [R]evolution» von unabhängigen Experten der Systemanalyse-Gruppe am Universitäts-Institut für Technische Thermodynamik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Kohlekraftwerke sind weltweit die schlimmsten Klimakiller. Das Verbrennen fossiler Energieträger zur Gewinnung von Strom, Wärme und Treibstoffen muss abgelöst werden durch eine nachhaltige Energieversorgung.

© Paul Langrock/Zenit/Greenpeace

Die weltweite Energy[R]evolution

Das Energie[R]evolution-Szenario bietet einen praktisch umsetzbaren Entwurf für eine Energiezukunft, die auf erneuerbaren Energien basiert. Es wurde von Greenpeace zusammen mit dem European Renewable Energy Council (EREC) und zahlreichen Wissenschaftern aus der ganzen Welt entwickelt. Die Energy Revolution wird alle zwei Jahre aktualisiert und regelmässig ergänzt durch regionen- und länderspezifische Reports.

Das Energiekonzept zeigt, wie mit dem gezielten Ausbau der erneuerbaren Energien die weltweiten Kohlendioxid-Emissionen aus der Energiegewinnung bis zumJahr 2050 um 80 Prozentgesenkt werden können. Der globale Anteil der Atomenergie beläuft sich nach 2030 auf 1 Prozent und trägt damit zum weltweiten Klimaschutz nicht bei.

Dank Fotovoltaik könnte bis 2020 eine Milliarde Menschen mit klimafreundlichem Strom versorgt werden.

© Greenpeace / Markel Redondo

Die weiteren Ergebnisse des Berichts im Überblick:

 

 

 

Der Weg hin zu 2000W Konsum pro Kopf ist kein Spaziergang, dafür aber nachhaltig erfolgsversprechend.

© Pro Natura

Energieperspektiven 2050 für die Schweiz

Die 2006 von Greenpeace, Schweizerischer Energiestiftung SES, WWF und VCS Schweiz publizierte Studie beschreibt, wie sich das Modell der 2000 Watt-Gesellschaft in der Schweiz bis 2050 realisieren lässt. Die Studie skizziert die Massnahmen, die es braucht, um vom verschwenderischen und klimaschädigenden Verbrauch fossiler Brennstoffe und von der Risikotechnologie AKW wegzukommen und die Energie für Strom, Wärme und Mobilität stattdessen künftig über Effizienz und erneuerbare Energien zu sichern. Die Energieperspektiven 2050 sind die Grundlage der Forderungen von Greenpeace an die Schweizer Klima- und Energiepolitik.

Energieregionen in der Schweiz: Die Vision wird Realität

Einige Regionen in der Schweiz stecken bereits mitten in der Vorbereitung ihrer lokalen Energiewende. Ziel dieser Projekte ist es, den Energiebedarf mit lokalen erneuerbaren Energiequellen und mehr Energieeffizienz abzudecken und so von klimaschädigenden und gefährlichen Energiequellen wie Erdöl und Atomkraft unabhängig zu werden.