Amazonas

Rinderzucht zerstört den Regenwald

Informationsseite - 1. Juni, 2010
Der Regenwald am Amazonas ist der grösste noch intakte Regenwald dieser Erde. Doch er ist massiv bedroht. Die weltweite Nachfrage der Industriestaaten und Chinas nach Edelhölzern und Soja als Futtermittel bedroht immer grössere Waldflächen. Aber auch illegal rodende Rinderzüchter bedrohen den Amazonas-Regenwald. Sie beliefern die Welt mit Fleisch und Billigleder. Schuh- und Sportschuhhersteller profitieren von günstigem Leder aus brasilianischen Regionen, in denen für die Rinderzucht der Urwald zerstört wird.

Rinderfarm in Estancia Bahia

© Greenpeace / Daniel Beltrà

Die brasilianische Umweltbehörde kann die riesigen Gebiete mangels finanzieller Ressourcen kaum gegen international agierende Holzkonzerne und Soja-Exporteure schützen - mit dem Ergebnis, dass illegal eingeschlagen und brandgerodet wird.

Im Sommer 2006 gelang Greenpeace gegenüber den internationalen Sojaexporteuren die Durchsetzung eines Moratoriums, das die Ausweitung des Soja-Anbaus im Urwaldgebiet für zunächst zwei Jahre verhinderte. Das Moratorium wurde im Juli 2010 um ein weiteres Jahr verlängert.

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