Attentat auf die Rainbow Warrior

Informationsseite - 23. Juni, 2010
Mit einem Bombenattentat versenkte der französische Geheimdienst am 10. Juli 1985 das Greenpeace-Flaggschiff im Hafen von Auckland.

1985 Rainbow Warrior © Greenpeace / John Miller

Das Schiff wollte gerade zu einer Protestfahrt gegen französische Atomtests auslaufen. Dem Greenpeace-Fotografen Fernando Pereira, 35 Jahre alt und Vater zweier Kinder, gelang es nicht mehr, das Schiff zu verlassen. Er starb durch das Attentat.

Greenpeace stand damals wie heute für gewaltfreien zivilen Widerstand. Im Protest gegen den Wahnsinn des nuklearen Wettrüstens und der Atomtests hatten sich die ersten Greenpeacer zusammengefunden. Die weisse Friedenstaube am Bug der «Rainbow Warrior» und das grosse Banner mit der Aufschrift «Nuclear free Pacific» an den Aufbauten waren Programm: Die «Rainbow Warrior» war ein Symbol für den Frieden.

Dass die französische Regierung vor Gewalt nicht zurückschreckte, hatten Greenpeacer schon früher erfahren müssen. 1972 wurde die Jacht «Vega» in internationalen Gewässern vor dem Mururoa-Atoll von einem französischen Kriegsschiff gerammt. Das Schiff wurde so stark beschädigt, dass es von den Franzosen abgeschleppt werden musste.

Bis heute konnten viele der Ereignisse rund um die Affäre Greenpeace, den Anschlag auf die Rainbow Warrior und die Operation Satanic nicht aufgeklärt werden. In Frankreich gab es bislang keine sachgerechte öffentliche Untersuchung der Vorfälle; es wurden weder Ermittlungen zum Anschlag auf das Schiff noch zum Mord an Fernando Pereira angestellt. Der neuseeländischen Polizei wurde die Vernehmung der verantwortlichen DGSE-Agenten größtenteils verweigert. Die Schuldigen entgingen ihrer Strafe, der Gerechtigkeit wurde nicht Genüge getan.


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