Pioniere

Menschen, die die Welt verändern

Informationsseite - 23. Juni, 2010
Der Ursprung von Greenpeace geht auf Menschen zurück, die sich für Ihre Ideale und Überzeugungen persönlich einsetzten und noch heute gilt: "Wenige können viel bewegen!"

Die erste Greenpeace Crew (im Uhrzeigersinn von links oben): Hunter, Moore, Cummings, Metcalfe, Birmingham, Cormack, Darnell, Simmons, Bohlen, Thurston, Fineberg.

Seit Ende der sechziger Jahre sind Irwing Stowe, Jim Bohlen und Paul Cote in der Friedensbewegung aktiv. Über ihr gemeinsames Engagement gegen die US-amerikanischen Atomtests lernen sich die Mitbegründer von Greenpeace kennen. In Vancouver gründen sie mit weiteren Frauen und Männern das «Don’t Make a Wave Committee», die Keimzelle von Greenpeace. Schon damals entwickelten sie das Grundrezept erfolgreicher Greenpeace Strategien – die Kombination direkter gewaltfreier Aktion und Medienarbeit.

 

An Bord der «Phillys Cormack» befanden sich folgende Personen:

  • Captain John Cormack, der Besitzer des Bootes
  • Jim Bohlen, Greenpeace
  • Bill Darnell, Greenpeace
  • Patrick Moore, Greenpeace
  • Dr. Lyle Thurston, Arzt
  • Dave Birmingham, Ingenieur
  • Terry Simmons, Geograph
  • Richard Fineberg, Politologe
  • Robert Hunter, Journalist
  • Ben Metcalfe, Journalist
  • Bob Cummings, Journalist
  • Bob Keziere, Fotograf

Dorothy und Irving Stowe

Der Jurist und Anwalt Irving Stowe aus Rhode Island lässt sich mit seiner Frau Dorothy Stowe in Vancouver nieder. Beide sind in der Friedensbewegung aktiv und Mitglieder der Quäker Gemeinde. Als Sozialarbeiterin sorgt Dorothy für den Lebensunterhalt der Familie mit ihren zwei Kindern. Irving erhält dadurch die Möglichkeit, seine ganze Kraft in politische Aktivitäten zu stecken. Er veranstaltet das erste Solidaritätskonzert für Greenpeace mit Joni Mitchell und James Taylor und legt damit das Fundament für das zukünftige Fundraising von Greenpeace. Irving scheidet 1973 aus der Greenpeace-Arbeit aus und stirbt 1974 an Krebs. Dorothy bleibt in der Umwelt- und Friedensbewegung aktiv.

Paul Cote

Während seines Jurastudiums engagiert sich Paul Cote in der Friedensbewegung. Seine Befürchtung, dass eine Atombombenexplosion im Fels des Sankt-Andreas-Grabens ein Seebeben und eine Flutwelle auslösen könnte, nimmt er zum Anlass, mit Irving Stowe und Jim Bohlen das «Don’t Make a Wave Committee» zu gründen. Der begeisterte Segler nimmt nicht an der Aktion gegen US-amerikansiche Atomtests auf den Aleuten-Inseln teil, weil er sich für die Olympischen Spiele 1972 qualifiziert hatte. 1973 steigt er aus der Greenpeace-Arbeit aus und lebt heute als Immobilienmakler in Los Angeles.

Marie und Jim Bohlen

Der ehemalige Tiefseetaucher der US-Marine Jim Bohlen ist Anfang der siebziger Jahre als Ingenieur bei der US-amerikansichen Regierung angestellt. Er lebt mit seiner Frau Marie Bohlen und den drei Kindern in Vancouver. Jim ist bei der ersten Greenpeace-Aktion gegen die US-amerikanischen Atomtests an Bord der «Phyllis Cormack» dabei.

Nach seinem vorläufigen Ausstieg bei Greenpeace 1974 gründet Jim gemeinsam mit seiner Frau Marie die Greenpeace-Experimental-Farm auf Denman Island in Kanada. Sie suchen dort einen Weg zu einer Energie unabhängigen Lebensweise. 1979 kommt Jim als Abrüstungskampaigner zu Greenpeace zurück. Von 1983 bis 1993 begleitet er als Vorstandsmitglied von Greenpeace Kanada die Aktivitäten der Organisation. Heute leben er und Marie im Sommer auf ihrer Farm auf Denman Island und verbringen den Winter bei ihrem Sohn Paul in Arizona. Paul war es auch, der den ersten Greenpeace-Sticker entwarf. Auf ihm vereinte er Ökologie- und Umweltzeichen miteinander.

Bob Hunter

Als Journalist der Vancouver Sun ist auch Bob Hunter mit an Bord der «Phyllis Cormack». Er berichtet direkt von den Aktionen vor Ort. Später leitet er Greenpeace-Kampagnen gegen den kommerziellen Walfang und die Neufundland-Expedition zur Rettung der Robben. Zwischen 1975 und 1977 ist er Vorstandsvorsitzender von Greenpeace. Die letzten Jahre lebte er in Toronto und arbeitete als Schriftsteller und freier TV-Journalist. Er hat im Laufe der Jahre etliche Bücher veröffentlicht, darunter auch «Warriors of the Rainbow» und «To save a whale» zur Greenpeace-Geschichte. Bob Hunter starb am 2. Mai 2005.

Dorothy und Ben Metcalfe

Der Journalist der Canadian Broadcasting Company (CBC) Ben Metcalfe organisierte gemeinsam mit seiner Frau Dorothy Metcalfe die Medienarbeit während der Aktion vor den Aleuten-Inseln. Dorothy ist die erste Greenpeace-Pressesprecherin. Sie etablieren während ihrer Arbeit die wichtigsten Bestandteile der Greenpeace-Strategie: Einschreiten, Bekannt machen und Skandalisieren. Auf diese Weise soll Druck auf die Verantwortlichen ausgeübt und Veränderungen herbeigeführt werden. Heute lebt Ben als freier Journalist und Filmemacher auf Vancouver Island. Dorothy steigt 1973 bei Greenpeace aus und arbeitet als Pressesprecherin und Dokumentarin der «Vancouver Art Gallery».