Kunstinstallation von Spencer Tunick mit Greenpeace Schweiz

Aletschgletscher. Heute haben Hunderte
von Menschen auf dem Schweizer Aletschgletscher für den Klimaschutz
nackt posiert. Der US-Installationskünstler Spencer Tunick und
Greenpeace Schweiz möchten mit dieser «lebenden Skulptur» die
Verletzlichkeit des schwindenden Gletschers mit dem Menschen
symbolisch in Verbindung bringen. Der Klimawandel verlangt nach
schnellen und mutigen politischen Entscheidungen. Tunicks
Gletscherbilder sollen dazu beitragen.

Schrumpfende Gletscher sind ein deutliches Zeichen für den
globalen klimatischen Wandel. Wenn die Klimaerwärmung im heutigen
Ausmass weiter voranschreitet, werden die meisten Gletscher im Jahr
2080 nur noch eine Geröllhalde zurücklassen. Die Alpengletscher
haben in den letzten 150 Jahren etwa ein Drittel ihrer Fläche und
rund die Hälfte ihrer Masse verloren. Der Aletschgletscher hat sich
allein in der Einjahres-Messperiode 2005/2006 um rund 115 Meter
zurückgezogen.

Die Bilder, die Spencer Tunick zusammen mit Greenpeace
realisiert hat, sollen Bevölkerung und Politiker aufrütteln. Denn
der Klimawandel bedroht auch die Menschheit: Der menschliche Körper
ist verletzlich, genauso wie der sterbende Gletscher, lautet die
Botschaft. Hunderte von Menschen setzten sich heute nackt der
Eiseskälte aus, damit die Verantwortlichen endlich aufwachen und
sich für sofortige, konsequente und mutige Klimaschutzmassnahmen
erwärmen lassen. «Wenn jetzt nicht gehandelt wird, dann ist es bald
zu spät», mahnt Markus Allemann, Kampagnenleiter bei Greenpeace
Schweiz. Gemäss den IPCC-Klimaberichten bleiben nur noch acht
Jahre, um die richtigen Schritte für die notwendige drastische
Treibhausgas-Reduktion einzuleiten. Allemann: «Obwohl sie eine
klare Sprache sprechen, reichen die Fakten offenbar nicht aus, um
die Entscheidungsträger zum Handeln zu bringen. Nun braucht es
Emotionen als Argumente.»

Der für seine spektakulären Installationen bekannte Künstler
Spencer Tunick will mit seinen Bildern erreichen, dass die globale
Klimaerwärmung nicht eine abstrakte Bedrohung bleibt, sondern dass
die Menschen den Klimawandel ernst nehmen und mit sich selbst in
Verbindung bringen: «Meine Bilder sollen dem Betrachter unter die
Haut gehen. Er soll sich in seiner Existenz als Individuum berührt
fühlen.»  

Greenpeace achtete auf eine umweltschonende Durchführung der
Veranstaltung.

Weitere Informationen und Bilder ab ca. 15 und 18 Uhr
downloadbar

unter http://www.greenpeace.ch/de/presse/pressebilder
:

Markus Allemann, Kampagnenleiter Greenpeace Schweiz 079 833 15
69

Yves Zenger, Mediensprecher Greenpeace Schweiz 078 682 00 91

Den Kontakt zu Spencer Tunick stellen wir auf Anfrage gerne für
Sie her.

Der Einfluss des Klimawandels auf die Gletscher /
Bundesamt für Landestopographie (download 54kb)

Magazin «greenpeace» 03 – Interview mit Spencer
Tunick (download 80kb)