Economiesuisse zeichnet eine düstere Welt

ohne Innovation und Fortschritt

Medienmitteilung - 30. Januar, 2013
Kommentar zur heute veröffentlichten Studie im Auftrag der Economiesuisse zu wirtschaftlichen Folgen der Energiestrategie des Bundes.

Georg Klingler, Experte für erneuerbare Energien bei Greenpeace Schweiz sagt:
"In der heute veröffentlichten Studie von Professor Egger im Auftrag von Economiesuisse wird berechnet, wie die Welt im Jahr 2000 auf eine massive CO2-Abgabe reagiert hätte. Technologische und ökonomische Entwicklungen werden dafür eingefroren, die tatsächlichen Lernkurven der Jahre 2000 bis 2012 und der kommenden Jahrzehnte ausgeblendet.
Aus dieser Modell-Spielerei zieht die Economiesuisse Rückschlüsse für die wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiestrategie 2050 des Bundes – ein dreistes und unsinniges Vorgehen.

Das zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Solarenergie der letzten Jahre. Eine solare Vollversorgung zu den Preisen aus dem Jahr 2000 wäre mehr als vier Mal teuerer als heute. Und die Preise für die Solarenergie purzeln Monat für Monat weiter. Es wäre äusserst kurzsichtig, aus dem Blickwinkel von 2000 zu schliessen, dass die Schweiz nicht auf Solarenergie setzen sollte.

Im Kontext der Energiestrategie ist die Modellrechnung nicht nur irrelevant, sondern auch irreführend. Die Economiesuisse will offenbar die Energiewende mit mit allen Mitteln torpedieren. Es ist frappierend, dass der grösste Schweizer Wirtschaftsverband dafür sogar seinen eigenen Mitgliedern jegliche Innovationskraft abspricht. Greenpeace fordert die Economiesuisse auf, endlich die Chancen der Energiewende in den Fokus zu nehmen, statt sie schlecht zu rechnen."

Kontakt:

Georg Klingler, Experte für erneuerbare Energien, Greenpeace: 044 447 41 88
Sibylle Zollinger, Medienverantwortliche Greenpeace: 044 447 41 73