Greenpeace-Kommentar

zum Bienenvergiftungsfall im Emmental

Medienmitteilung - 21. Mai, 2014
Zürich, 21. Mai 2014 - « Innert Tagen sind 172 Bienenvölker im Emmental Opfer eines Vergiftungsfalles geworden. Die Tests der Behörden zeigen, dass Pestizide im Spiel waren und als Ursache dafür in Frage kommen: Im Probematerial wurde ein Cocktail von Pestizidrückständen gefunden, darunter das extrem bienengefährliche Insektizid Imidacloprid. Der aktuelle Bienenvergiftungsfall im Kanton Bern zeigt einmal mehr, wie dringend eine Pestizidreduktion und eine Umstellung auf pestizidfreie Landwirtschaft ist, um Bienen und andere wichtigen Bestäuber am Leben zu erhalten. Greenpeace begrüsst zwar die heutige Ankündigung des Bundesrates, einen Aktionsplan zur Pestizidreduktion in Auftrag zu geben, fordert den Bundesrat aber zum wiederholten Mal auf, ein Sofortverbot für besonders bienenschädliche Pestizide einzuleiten. Denn Schweizer Bienen dürfen nicht zu Opfern von langwierigen administrativen Prozessen werden.» sagt Marianne Künzle, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace Schweiz.

Im letzten Monat forderten 24’057 Menschen Bundesrat Schneider-Ammann per Mail und mit Postkarten auf, sich engagierter für den Bienenschutz einzusetzen und längst überfällige, wirkungsvolle Massnahmen zu beschliessen. Die Postkarten werden Herrn Schneider-Ammann, dem Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung und des dazugehörigen Bundesamtes für Landwirtschaft, heute ausgehändigt.

INFRAS-Report «Volkswirtschaftliche Kosten des Pestizideinsatzes in der Schweiz» 

Kurzfilme «Plan Bee – Leben ohne Pestizide»

Bilder 

 

Weitere Informationen finden Sie auf www.greenpeace.ch und bei:

Marianne Künzle - Landwirtschafts-Kampagne Greenpeace Schweiz: 079 410 76 48,

Natalie Favre - Greenpeace Schweiz Mediensprecherin, 079 197 96 91,