Jahresbericht 2010

Informationsseite - 26. Mai, 2011
Greenpeace Schweiz blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurück.

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Das Katastrophen-Jahr 2010

Die Kommentatoren waren sich zum Jahresende einig, dass das Jahr 2010 ein Jahr der Katastrophen mit beklemmenden Superlativen gewesen ist: Fluten, Brände, Erdbeben und Ölpest folgten Schlag auf Schlag und hinterliessen Tausende von Toten und eine verwüstete Umwelt.

In der Liste der von Menschen verursachten Umweltkatastrophen ragte die grösste Ölkatastrophe aller Zeiten heraus: Am 20. April 2010 ging die von BP geleaste Ölbohrplattform Deepwater Horizon in Flammen auf. Dabei starben 11 Menschen und in der Folge flossen in 1500 Metern Tiefe bis zum 19. September rund 780 Millionen Liter Rohöl durch das defekte Bohrloch in den Golf von Mexiko. Das ist 20 Mal mehr, als sich nach der Havarie des Tankers Exxon Valdez 1989 ins Meer ergossen hatten. Die Folgen davon sind bis heute spürbar, die Ölreste sind noch nicht abgebaut und vergiften schleichend über die Nahrungsaufnahme immer noch die dort lebenden Tiere. Es ist kaum vorstellbar, mit welchen Langzeitschäden die Küsten von Louisiana bis Florida nach der gigantischen Ölpest im letzten Sommer rechnen müssen. Trotzdem machen die Ölkonzerne im grossen Stil weiter mit Tiefseebohrungen, als ob es keinen 20. April gegeben hätte und als ob es keine Alternativen zur fossilen Energiegewinnung gäbe.

Die Häufung von Katastrophen ist ein untrügliches Zeichen, dass es höchste Zeit ist, die skrupellose Ausbeutung des Planeten Erde zu stoppen. Darauf macht Greenpeace mit seinen Kampagnen zu Wasser und zu Land aufmerksam. Ob wir die Abholzung der Wälder im Kongobecken, im Amazonas oder in Indonesien anprangern oder Schutzzonen für die gefährdeten Meere einfordern, ob wir den Bau neuer Atomkraftwerke verhindern und erneuerbare Energien fördern: Es geht immer um ein einziges Ziel: die übernutzte und gefährdete Erde für kommende Generationen als Lebensraum zu erhalten!

Dass wir im Katastrophen-Jahr 2010 von unseren Spenderinnen und Spendern Rekordeinnahmen von 26 Millionen erhalten haben, zeigt, dass immer mehr Menschen von der Notwendigkeit einer global tätigen Umweltorganisation wie Greenpeace überzeugt sind.

Greenpeace Schweiz kann einen wichtigen Teil dazu beisteuern, weil sie auf eine grosse Zahl von Spenderinnen und Spendern, auf Freiwillige in allen Landesteilen und auf eine engagierte Crew in den Büros von Zürich und Genf zählen kann.

All diesen Menschen gebührt mein herzlicher Dank!

Cécile Bühlmann
Präsidentin des Stiftungsrates

 

Wichtige Anmerkung: Der Jahresbericht 2010 entstand vor der Atomkatastrophe in Fukushima, wir bitten um Verständnis, wenn einzelne Formulierungen den aktuellen Geschehnissen keine Rechnung tragen.

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