{"id":1775,"date":"2018-07-10T00:00:00","date_gmt":"2018-07-10T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.org\/luxembourg\/actualites\/1775\/ins-gewissen-geredet\/"},"modified":"2019-11-06T10:54:41","modified_gmt":"2019-11-06T08:54:41","slug":"ins-gewissen-geredet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.org\/luxembourg\/de\/aktualitaet\/1775\/ins-gewissen-geredet\/","title":{"rendered":"Ins Gewissen geredet"},"content":{"rendered":"<h2>Nach Greenpeace-Kampagne: Krillindustrie unterst\u00fctzt Meeresschutzgebiete in der Antarktis<\/h2>\n<p>Sie m\u00fcssen nicht, aber sie wollen: Internationale Krillfangunternehmen lassen k\u00fcnftig empfindliche Gebiete der Antarktis in Ruhe. Ein wichtiger Schritt Richtung Schutzgebiet.<\/p>\n<div style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/static\/planet4-luxembourg-stateless\/2018\/10\/b4c84877-b4c84877-gp0strouv-krill-antarktis-trawler.jpg\" alt=\"\u00a9 Paul Hilton \/ Greenpeace\" width=\"600\" height=\"338\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Zwei K\u00fchlschiffe, sogenannte Reefer, in der antarktischen Discovery Bay. Reefer \u00fcbernehmen die Ladung der Fangschiffe, um sie in den Hafen zu bringen, w\u00e4hrend die Krill-Trawler an Ort und Stelle bleiben.<\/p><\/div>\n<p>Eigentlich ist die Konferenz der CCAMLR kein sonderlich bemerkenswerter Eintrag im Kalender. Eine Arbeitsgruppe dieser Kommission zum Schutz der Antarktis trifft sich derzeit im britischen Cambridge, um \u00fcber die Beobachtung und das Management von \u00d6kosystemen zu sprechen. Business as usual \u2013 erst im Oktober steht die historische Entscheidung an, ob in der Antarktis tats\u00e4chlich das gr\u00f6\u00dfte Meeresschutzgebiet der Welt entsteht: 1,8 Quadratkilometer, rund f\u00fcnfmal die Gr\u00f6\u00dfe Deutschlands. Definitiv keine Allt\u00e4glichkeit.<\/p>\n<p>Doch das Vorab-Treffen jetzt im Juli hat es wider Erwarten in sich. Anl\u00e4sslich der Konferenz erkl\u00e4rte der Branchenverband der\u00a0<a title=\"Braucht kein Mensch\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/luxembourg\/fr\/news\/Geprufte-Sinnlosigkeit\/\">Krillindustrie<\/a>, in gro\u00dfen Gebieten rund um die antarktische Halbinsel auf\u00a0<a title=\"K\u00f6rpereinsatz gegen Krillfang\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/luxembourg\/fr\/news\/Korpereinsatz-gegen-Krillfang\/\">Fischerei\u00a0<\/a>zu verzichten.\u00a0Dazu geh\u00f6ren auch Pufferzonen im Umkreis bis zu 40 Kilometern um Pinguinkolonien. Zus\u00e4tzlich zu ihrer freiwilligen Verpflichtung unterst\u00fctzen die Fischereiunternehmen ausdr\u00fccklich die Forderung nach einem Schutzgebiet im Weddellmeer \u2013 sowie nach einem ganzen Netzwerk von Schutzgebieten. Diese Entwicklung hat Gewicht: Die beteiligten Unternehmen decken zusammen 85 Prozent des gesamten Krillfangs in der Antarktis ab.<\/p>\n<h2>Meeresschutzgebiet im Weddellmeer<\/h2>\n<p>Greenpeace setzt sich mit seiner\u00a0<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/luxembourg\/fr\/Campagnes-Greenpeace-Luxembourg\/Antarctique\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eProtect the Antarctic\u201c-Kampagne<\/a>\u00a0seit Beginn des Jahres tatkr\u00e4ftig f\u00fcr eine international vor Eingriffen gesch\u00fctzte Region im Weddellmeer ein. Dabei geht es vor allem darum, die dort vorherrschende Form der industriellen Fischerei, den Krillfang, zu beenden. Die Arctic Sunrise war vor Monaten mit Aktivisten und Wissenschaftlern an Bord am S\u00fcdpol unterwegs.\u00a0<a title=\"In fremden Welten\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/luxembourg\/fr\/news\/In-fremden-Welten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die Bilder der Expedition zur antarktischen Halbinsel<\/a>\u00a0belegen, dass unter Wasser ein empfindliches \u00d6kosystem gedeiht \u2013 eines das unbedingt unber\u00fchrt von Schleppnetzen und anderen sch\u00e4dlichen Fischereipraktiken bleiben muss. In Cambridge f\u00fchrt Greenpeace dieser Tage\u00a0<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org.uk\/antarctic360\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">eine beeindruckende 360-Grad-Videoinstallation<\/a>\u00a0vor, die Besuchern diese Sch\u00f6nheit der Antarktis nahebringt \u2013 zu besichtigen f\u00fcr alle, nicht blo\u00df f\u00fcr Offizielle der Schutzkommission.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/static\/planet4-luxembourg-stateless\/2018\/10\/323ea7b0-323ea7b0-krill-antarktis-shutterstock_172222457_kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"338\" \/><\/p>\n<h2>Was macht Krill so begehrt?<\/h2>\n<p>Krill sind winzige garnelenartige Tierchen, die in der Antarktis aber eine Schl\u00fcsselrolle spielen. Robben, Wale und Pinguine sind zur Ern\u00e4hrung auf sie angewiesen \u2013 ohne Krill w\u00e4re die Nahrungskette am S\u00fcdpol hier zu Ende. Doch die Krillvorkommen der Antarktis wecken die Begehrlichkeiten der Industrie. Mit Trawlern fischen sie die rosa Schw\u00e4rme ab, die zu Futtermehl f\u00fcr die Fischzucht verarbeitet werden \u2013 oder zu Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln. Krill ist eine Quelle von Omega-3-Fetts\u00e4uren. Die sind zwar gut f\u00fcr die Gesundheit, k\u00f6nnen aber ohne Weiteres\u00a0<a title=\"Gepr\u00fcfte Sinnlosigkeit\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/luxembourg\/fr\/news\/Geprufte-Sinnlosigkeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">durch gleichwertige vegane Alternativen ersetzt werden<\/a>.<\/p>\n<h2>Millionen Menschen f\u00fcr den Meeresschutz<\/h2>\n<p>Gesunde Krillbest\u00e4nde bedeuten ein gesundes \u00d6kosystem \u2013 und Meere im Gleichgewicht sind eine Lebensvoraussetzung f\u00fcr uns alle. Darum forderten bereits 1,7 Millionen Menschen zusammen mit Greenpeace den Schutz des Weddellmeers. Einer davon:\u00a0<a title=\"Filmreife Leistung\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/luxembourg\/fr\/news\/Oscar-Preistrager-Javier-Bardem-fordert-antarktisches-Meeresschutzgebiet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hollywood-Schauspieler und Oscar-Preistr\u00e4ger Javier Bardem<\/a>, der an Bord der Arctic Sunrise die Antarktis aus erster Hand erlebte und seitdem wirkungsvoll als Botschafter f\u00fcr das Schutzgebiet wirbt.<\/p>\n<p>Das ist noch immer nicht in trockenen T\u00fcchern \u2013 bereits eine einzige Gegenstimme kann im Oktober den Plan kippen. Doch das Signal ist stark, findet Sandra Schoettner, Greenpeace-Expertin f\u00fcr Meere bei Greenpeace Deutschland: \u201e<em>Das ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zum gr\u00f6\u00dften Meeresschutzgebiet der Welt \u2013 und er kommt zum richtigen Zeitpunkt.<\/em>\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/meere\/ins-gewissen-geredet\"><strong>Article Source :<\/strong> <\/a>Greenpeace Deutschland<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>\n\tSie m\u00fcssen nicht, aber sie wollen: Internationale Krillfangunternehmen lassen k\u00fcnftig empfindliche Gebiete der Antarktis in Ruhe. 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