Der Pensionsfonds investiert unser Altersguthaben in fossile Brennstoffe

Jeder von uns ist betroffen! Wussten Sie, dass Sie die Förderung klimaschädlicher fossiler Brennstoffe durch Ihre Sozialbeiträge an die staatliche Rentenkasse (FDC) mitfinanzieren? Fordern Sie einen sauberen und nachhaltigen Pensionsfonds, wenn Sie sich weigern den Klimanotstand weiterhin mitzufinanzieren.

Ich weigere mich die Klimakrise zu finanzieren

Für unser Klima, für unsere Renten, gegen fossile Energien!

Trotz Warnungen von Wissenschaftlern und trotz der erdrückenden Berichte des IPCC vernachlässigt die luxemburgische Regierung weiterhin ihre Verpflichtungen gegenüber dem Pariser Abkommen. Das gilt insbesondere für den staatlichen Pensionsfonds (FDC) in den alle ArbeitnehmerInnen des Privatsektors in Luxemburg ihre Sozialbeiträge einzahlen.

Der FDC finanziert die größten Klimakiller

Trotz Klimakrise hat der FDC im Jahr 2018 in 27 der 50 größten als « Carbon Majors » bezeichneten Konzerne wie z.B. ExxonMobil, Shell, BP, RWE, Gazprom, Chevron und Total investiert. Diese Unternehmen verschmutzen nicht nur die Umwelt, sie schaden auch unserem Klima und verstoßen somit gegen die Menschenrechte.

Dies ist umso problematischer, da alle ArbeitnehmerInnen des privaten Sektors in Luxemburg davon betroffen sind, egal ob in Luxemburg ansässig oder ob Grenzgänger: jeder Einzelne unterstützt automatisch den Pensionsfonds durch seine Sozialbeiträge. Kurz: alle Beschäftigten des Privatsektors im Großherzogtum unterstützen gegen ihren Willen den Klimawandel.

Unsere Renten in Gefahr?

Investitionen in fossile Brennstoffe sind nicht nur klimaschädlich, sie gefährden auch die Wirtschaft: Experten des Finanzsektors, der Finanzaufsichtsbehörden und der Zentralbanken warnen vor finanziellen Verlusten durch Investitionen in Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf fossilen Energien aufgebaut ist, oder in Firmen, die von den Auswirkungen des Klimawandels bedroht sind.

Antrag auf einstweilige Anordnung: Greenpeace fordert Informationen

Greenpeace hatte sich Anfang August in einem Schreiben an den für den Pensionsfonds FDC zuständigen Minister Romain Schneider gewandt. In diesem hatte Greenpeace unter anderem Informationen darüber angefragt, wie der Fonds seine Investitionen in Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens bringen will. Außerdem hatte Greenpeace in dem Schreiben Informationen über die Klimafinanzrisiken, die mit den Investitionen des Fonds verbunden sind, ersucht. Da das zuständige Ministerium die Antwort auf das Schreiben verweigert hat, zog Greenpeace am 23. September vor das Verwaltungsgericht, um Zugang zu diesen Informationen zu erhalten.

Mit dieser Maßnahme wollen wir erreichen, dass die luxemburgische Regierung sich ihrer Verantwortung stellt. Klimaschutz ist nicht nur die Pflicht der Bürgerinnen und Bürger. Es wird höchste Zeit, dass die Regierung handelt, die Finanzierung von Klimakillern beendet und die Pensionsgelder nachhaltig investiert.