Für eine Zukunft, in der Mensch und Umwelt an erster Stelle stehen!

Angesichts der Covid-19 Gesundheitskrise erklärte Premierminister Xavier Bettel „Et kascht, wat et kascht“ (Deutsch: “es kostet was es kostet”) und genehmigt ein Hilfspaket von 8,8 Milliarden Euro zur Bewältigung des aktuellen Notstands. Wir fordern das gleiche Engagement der Luxemburger Regierung im Kampf gegen die Klima-Krise und den Verlust der Artenvielfalt.

LUXEMBURG: 5 lebenswichtige Forderungen für eine Zukunft, in der Mensch und Umwelt an erster Stelle stehen

5 LEBENSWICHTIGE FORDERUNGEN AN DIE LUXEMBURGISCHE REGIERUNG

  1. Investitionen in die Energiewende: um die Erneuerbaren Energien sowie die intelligente Nutzung von Energie zu stärken und für die Schaffung dauerhafter Arbeitsplätze zu sorgen.
  2. Eine ökologisch-soziale Steuerreform: damit Ungleichheiten abgebaut und ausreichende Finanzmittel zur Verfügung stehen, um eine ökologische Umorientierung der Wirtschaft zu ermöglichen, die lebenssichere Einkommen und einen ressourcenschonenden Konsum zum Leitmotiv hat. 
  3. Regeln für einen klimafreundlichen Finanzsektor: damit Gelder, die über den Luxemburger Finanzplatz globale Aktivitäten fördern, nicht länger den Klimawandel befeuern.
  4. Die Förderung des Umbaus der Landwirtschaft: damit eine von Futtermittel-Importen und Pestiziden unabhängige, regenerative und biologische Landwirtschaft gefördert wird, die nicht nur umwelt- und tierfreundlicher, sondern auch krisenresistenter ist.
  5. Keine Unterstützung für klimaschädigende Konzerne: um Unternehmen besser fördern zu können, die ihre Treibhausgasemissionen im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen reduzieren wollen.
ICH UNTERSTÜTZE DIE NEUGESTALTUNG UNSERER ZUKUNFT

DIE KLIMAKRISE ERFORDERT DRASTISCHE MAßNAHMEN

Die Corona-Krise trifft uns als Einzelpersonen sowie die luxemburgische Wirtschaft hart und unerwartet. Zurecht werden nun auf allen Ebenen Maßnahmen getroffen, um die Gesundheit der Bevölkerung und die von den wirtschaftlichen Auswirkungen betroffenen Menschen und Unternehmen zu schützen.

Die derzeitige Situation ist sehr ernst, gefährlich und ein großer Schock für unsere Gesellschaft. Sie hat uns vor Augen geführt, wie verwundbar wir sind. Viele Fehler im Umgang mit unserer Umwelt und Natur, also unserer Lebensgrundlage, haben uns anfällig für globale Notstände gemacht. Wir können und müssen gemeinsam handeln, um unsere Zukunft zu sichern. Die Auswirkungen von Covid-19 werden unsere Gesellschaft nachhaltig verändern. Wir müssen unsere Wirtschaftsweise grundlegend umgestalten. Die Krise muss nun als Chance begriffen werden, um eine sozial gerechte und klimarespektierende Wirtschaft zu schaffen.

Die Gesundheit, die Lebensgrundlagen und Menschenrechte vieler sind durch Umweltverschmutzung, Ausbeutung unserer natürlichen Ressourcen und die Folgen des Klimawandels bedroht. Um weitere tiefgreifende Krisen in Zukunft weitestgehend zu vermeiden, müssen wir die beiden Krisen Klimaerwärmung und Biodiversitätszerstörung in den Griff bekommen. Der Schutz unseres Klimas ist eine absolute Grundbedingung für das Überleben von Millionen Menschen. 

Das aktuelle, auf Konkurrenz und kurzfristige Profite orientierte Wirtschaftssystem schadet uns allen und unserer Umwelt! 

Die jetzt zu tätigenden Investitionen sowie die staatlichen Förderungen müssen unsere Wirtschaft mittel- bis langfristig resilient, d.h. widerstandsfähig gegen Krisen machen. Dies bedeutet mehr Lebensqualität für alle, sinnvolle, zukunftsfähige Arbeitsplätze und größtmögliche Einkommenssicherung. Gerade jetzt sollten wir dafür Sorge tragen, ökologische und soziale Unterstützungsmechanismen, auf die wir uns in Krisenzeiten verlassen können, nicht nur abzusichern, sondern auch zu verbessern.

Die Rolle der Wirtschaft muss darin bestehen, dem Gemeinwohl der Menschen zu dienen, nicht umgekehrt. Jetzt, in dem Moment größter Solidarität, gilt es einen Prozess einzuleiten, damit wir dieses Ziel möglichst schnell erreichen!