Luxembourg / Paris, der 03 Juli 2018 – ​Heute morgen flog eine Drohne, die in Superman umgewandelt und von Aktivisten von Greenpeace France gesteuert wurde, über das Atomkraftwerk von Bugey, unweit von Lyon (ca. 25 km). Nachdem die Drohne die Flugverbotszone übertreten hatte, zerschellten die Aktivisten sie absichtlich gegen die Wand des Lagerbehälters für abgebrannte Brennelemente, das an den Reaktor 2 angeschlossen ist. Diese Aktion zeigt einmal mehr die extreme Verletzlichkeit dieses Gebäudetypus, welches die höchste Radioaktivität in einem Kernkraftwerk aufweist.

*** Bilder und Videos sind unter folgender Adresse verfügbar: https://media.greenpeace.fr/299​ ​​***

Un drone transformé en Superman et piloté par des militant-e-s de Greenpeace France a survolé la centrale de Bugey et s’est écrasé contre le mur de la piscine d’entreposage de combustible usé. Cette action démontre l’extrême vulnérabilité de ce bâtiment qui contient le plus de radioactivité dans une centrale nucléaire.

“​​​Diese Aktion ist sehr symbolträchtig: Sie zeigt, dass die Gebäude mit den Abklingbecken für abgebrannte Brennstäbe sehr leicht zugänglich sind, diesmal auf dem Luftweg und daher äußerst anfällig für das Risiko externer Angriffe“​ ​​

erklärt Yannick Rousselet, Kampagnenmanager für Greenpeace Frankreich.

“​​​Was, wenn es sich nicht um eine Drohne handelte, die als Supermangetarnt war und von gewaltfreien Aktivisten gesteuert wurde? EDF möchte glauben machen, dass seine Anlagen einem Aufprall eines Jumbos widerstehen würden. In Wirklichkeit ist es nicht so! Einfach, weil diese Gebäude in den 70er Jahren entworfen wurden, und zum Zeitpunkt ihrer Errichtung wurde die äußere Bedrohung nicht berücksichtigt, und die Becken wurden nicht mit einem robusten Sicherheitscontainment ausgestattet​.”​

Die Aktivisten von Greenpeace Frankreich haben gezeigt, dass der Luftraum nicht unantastbar ist und dass keine Maßnahme diesen Überflug und den Absturz verhindert hat.

“​​​Nur ein passiver Schutz von Kernkraftwerken und damit die Bunkerung der Lagerbecken für abgebrannte Brennelemente, wird diese Einrichtungen sichern. EDF muss aufhören, unsere Warnungen zu ignorieren und die wesentlichen Arbeiten zur Sicherung seiner Anlagen durchführen​”

so Rousselet.
In einigen Tagen wird der parlamentarische Untersuchungsausschuss für die Sicherheit von Kernanlagen seinen Bericht veröffentlichen. “​​​Wir setzen viel Hoffnung auf die Ergebnisse der Arbeit der Kommission“, fügt Yannick Rousselet hinzu.

Die Kommission stieß auf eine beklagenswerte Einstellung von EDF, die alles tat, um grundlegende Fragen zu vermeiden. Die verbleibenden Fragen lauten: Wie können die von der Kommission eingeleiteten Arbeiten fortgesetzt werden, und wird EDF schließlich beschließen, in die Sicherheit seiner Kernkraftwerke zu investieren? Die Sicherheit der französischen und europäischen Bevölkerung steht auf dem Spiel. “​ ​​

*** Bilder und Videos sind unter folgender Adresse verfügbar: https://media.greenpeace.fr/299​ ​​***

Kontakt

Méryl Sotty, Kommunikationsverantwortliche, Greenpeace Frankreich, (+33) (0)6 73 89 48 90​ , ​meryl.sotty@greenpeace.org
Roger Spautz, Kampagnenmanager Atomkraft, Greenpeace Luxemburg, ​​(+352) 621 233 361​, roger.spautz@greenpeace.org