Die Welt, in der wir leben, beruht auf einem Wirtschaftssystem, dessen Wachstum weiterhin Vorrang vor dem Wohlergehen des Planeten und seiner Bewohner hat: ein System, welches die Plünderung seiner Ressourcen favorisiert und schwächere Gesellschaftsschichten unterdrückt, wo strukturelle Ungleichheiten fortgesetzt und die Klimakrise verstärkt wird. Grund dafür sind fossile Energien. Dieses System ist der fossile Kapitalismus (Fossil Capital).

Dieses Modell hat zu einer Vielzahl von ineinander greifenden Krisen geführt, einschließlich klimatischer, sozialer und wirtschaftlicher Krisen, die alle durch die COVID-19-Pandemie verstärkt wurden. Wie so oft zahlen vor allem diejenigen, die am meisten unter Unterdrückung und Ungleichheit leiden, den höchsten Preis. Und die einzigen, die davon profitieren, sind diejenigen, die bereits die größte Macht besitzen.

Nach dem Taifun Ulysses in der Stadt Rodriguez in der Provinz Rizal östlich von Manila, den Philippinen, watet ein Mann mit seinem Hund durch eine mit dichtem Schlamm und Trümmern überflutete Straße.

Regierungen und Großkonzerne der fossilen Brennstoffindustrie haben sich die Finanzkrise in 2008 zu Nutzen gemacht und unsere Zukunft im Namen des Wirtschaftswachstums geopfert. Unschuldige wurden mit Sparmaßnahmen bestraft. Dadurch wurde die Klimakrise verschärft und ein beschädigtes und zutiefst unfaires System aufrechterhalten. All dies nur um eine endlose Gier, auf Kosten des Planeten und seiner Einwohner, zu stillen.

Während wir versuchen, uns von der COVID-19 Pandemie zu erholen, versuchen sie dies erneut.

Bis heute sind bereits Tausende von Menschen durch Klimakatastrophen ums Leben gekommen und Millionen leiden täglich unter deren Auswirkungen, insbesondere Ureinwohner und gefährdete Bevölkerungsgruppen. Junge Menschen von überall auf der Welt leiden unter Arbeitslosigkeit, niedrigen Löhnen, stagnierenden Arbeitsmärkten und der Unmöglichkeit sich zu emanzipieren oder der Fähigkeit, ihre eigene Zukunft in die Hand zu nehmen. Vor allem Frauen und Gemeinschaften mit niedrigerem Einkommen sind am stärksten betroffen. Gleichzeitig nimmt der Verlust unserer biologischen Artenvielfalt in rasantem Tempo zu.

Kaossara Sani, Aktivistin für Klimagerechtigkeit in Tosso, erklärt: “Die Vorherrschaft der Wohlhabenden tötet den Planeten. Jedes Schweigen und jegliche Untätigkeit wohlhabender und industrialisierter Länder in Bezug auf das Klima ist ein Verbrechen gegen die Natur, die Menschlichkeit und eine Bedrohung für die soziale Gerechtigkeit in armen Ländern.

Wir können nicht schweigen, wir müssen handeln.

Die Zeit ist gekommen, um unser System zu ändern, sich zu vereinen und die Macht derer, die sich gegen das Leben in all seinen Formen eingesetzt haben, zurückzugewinnen. Es ist an der Zeit, Widerstand zu leisten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Es ist an der Zeit für eine #FossilFreeRevolution!

Online Aktivismus

Es ist möglich und notwendig sich sowohl online zu informieren als auch aktiv zu werden: wenn Sie auch denken, dass ein einfacher Klick alles verändern kann… nur zu!

Machen Sie mit!