Ende Oktober realisierten Jugendliche des Jugendtreffs Differdange, gemeinsam mit den Partnern von Gemeinde, Jugendhaus, der Energiekooperative TMEnercoop, der Firma Electro-Center und Greenpeace ein Photovoltaik-Projekt. Ein Projekt, dass zeigen soll, dass jeder aktiv beim Klimaschutz werden kann.

Projekt Jugendsolar in Differdingen.

Projekt Jugendsolar in Differdingen. © Thoma Forgiarini / Greenpeace

Seit 1998 gibt es in der Schweiz das Projekt Jugendsolar.  Mit mehr als 10.000 jungen Menschen errichtete Greenpeace dort Solaranlagen, darunter die größten in der Schweiz. Bei den Jugendsolar-Projekten kommen die Kids wortwörtlich mit der Solartechnologie in Berührung. Sie legen selbst Hand an, installieren Modul für Modul, stets unter fachkundiger Anleitung einer Solarfirma, und kriegen «hautnah» mit, wie ihre Anlage mit den ersten Sonnenstrahlen Wattstunde für Wattstunde Strom produziert. Von Jugendsolar geht eine starke Multiplikationswirkung aus: Die Jugendlichen nehmen ihre eindrucksvollen Erfahrungen in ihr Leben mit und teilen sie mit anderen. Gemeinden, Schulen, Lyzeen aber auch Jugendhäuser lassen sich von den Jugendsolar-Projekten inspirieren.

Differdange geht mit gutem Beispiel voran

Ende Oktober 2017 wurde das erste Jugendsolar-Projekt in Luxemburg realisiert. Auf dem von der Gemeinde Differdange zur Verfügung gestellten Dach des neuen Jugendhauses installierten ein halbes Dutzend Kids des “Jugendtreffs Differdange” in Rekordzeit 100 Solarpanels mit einer Leistung von knapp 30kWpeak.  Unter fachlicher Aufsicht des Personals vom Elektrofachbetrieb Electro-Center installierten die begeisterten Jugendlichen zügig eine für Luxemburger Verhältnisse recht große Anlage. Zusammen mit Greenpeace nahmen sie an einer Einführung über das enorme Potential der Sonnenenergie und vor allem der Photovoltaik teil. Danach ging es bereits auf das Dach. Trotz Allerheiligenferien und klirrender Kälte kletterten die jungen Energieexperten aufs Dach, um innerhalb weniger Stunden die Schienen für die Panels zu verlegen. Danach folgten die Solarpanels. Nachdem die Schienen gelegt waren, wurden die Solarzellen behutsam auf die Rahmen gelegt und festgeschraubt.

Jugend Solar Differdange : Die Jugendlichen lernen, wie man Solarpaneele installiert.

Jugend Solar Differdingen : Die Jugendlichen lernen, wie man Solarpaneele installiert. © Thoma Forgiarini / Greenpeace Luxembourg

Nachdem gegen Nachmittag des ersten der beiden Projekttage bereits die Rahmenkonstruktion mit Gewichten befestigt worden war, war der Großteil der Arbeit bereits verrichtet. Sogar die Techniker staunten nicht schlecht über die Euphorie und den Tatendrang der Jugendsolar-Truppe.

Das geht so einfach”, meint einer der jungen Teilnehmer. Und in der Tat: Am zweiten Tag wurden nur noch die Verkabelungen angebracht, um die Solarzellen miteinander zu verbinden. Fertig. So einfach geht Klimaschutz, so einfach ist es, ein Dach fit zu machen für die Sonnenenergieproduktion. Neben dem großen Enthusiasmus bei den Jugendlichen war das Projekt Jugendsolar Differdingen auch für die Techniker, die Betreuer des Jugendhauses, die Vertreter der Gemeinde sowie der Energiekooperative TMEnercoop, die die Anlage finanziert und betreiben wird, ein Erfolg. Neben dem theoretischen Wissen über den Klimaschutz, die Solarenergie und den Klimawandel lernten die Jugendlichen nicht nur sehr konkretes technisches und praktisches Wissen, sondern auch, dass jeder auf einfache und praktische Weise einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Denn, so einer der Jugendlichen, sei es besser, etwas zu unternehmen, als nur rumzusitzen und zu klagen.

Differdingen: Die Jugendlichen amüsieren sich beim Aufbau der Solarinstallation.

Jugend Solar in Differdingen: Die Jugendlichen amüsieren sich beim Aufbau der Solarinstallation. © Thoma Forgiarini / Greenpeace

Sind sie aktiv im Bereich Jugendarbeit? Oder sind Sie Lehrer an einer Schule oder einem Gymnasium? Sie sind tätig in einer Gemeinde und kennen ein Flachdach? Wollen Sie mitmachen mit einem innovativen Projekt? Dann kontaktieren Sie uns.

Kontakt:

Martina Holbach, martina.holbach@greenpeace.org
Frank Thinnes, frank.thinnes@greenpeace.org