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Luxembourg, den 06. Juni — Greenpeace-Aktivisten aus Deutschland, Polen, Belgien und Luxemburg demonstrierten heute friedlich vor dem „European Conference Center Luxembourg” (ECCL), wo heute eine Ratssitzung der EU-Verkehrsminister (Transport Council) stattfindet. Mit einem schräg im Boden steckenden Auto und großem Banner mit der Aufschrift “Don’t crash the climate!” fordern die Aktivisten die EU-Minister dazu auf, sich mit den zunehmenden, gravierenden Auswirkungen zu befassen, die der EU-Verkehrssektor auf den Klimawandel hat.

Greenpeace-Aktivisten aus Deutschland, Polen, Belgien und Luxemburg demonstrierten heute friedlich vor dem "European Conference Center Luxembourg” (ECCL), wo heute eine Ratssitzung der EU-Verkehrsminister (Transport Council) stattfindet.

Activists from Germany, Greenpeace-Aktivisten aus Deutschland, Polen, Belgien und Luxemburg demonstrierten heute friedlich vor dem „European Conference Center Luxembourg” (ECCL), wo heute eine Ratssitzung der EU-Verkehrsminister (Transport Council) stattfindet. © Sara Poza / Greenpeace

Die Aktivisten fordern Verpflichtungen zum Umstieg auf abgasfreie Antriebe und ein konkretes Ausstiegsdatum für Pkws mit Verbrennungsmotor, als wichtigen Schritt zur Dekarbonisierung des Verkehrs. Trotz der Tatsache, dass 27% der Treibhausgasemissionen in Europa aus dem Verkehrssektor stammen – 45% davon allein von Autos – wird erwartet, dass die Minister diese Besorgnis in der heutigen Sitzung weitgehend ignorieren werden [1].

„Wir befinden uns in einer Klimakrise. Der Verkehrssektor ist einer der Hauptbeteiligten an dieser Krise und seine Emissionen steigen stetig weiter. Nationale Regierungen und Entscheidungsträger der EU müssen dringend Maßnahmen ergreifen, um eine nachhaltige Verkehrswende einzuleiten. Dies beginnt mit der Verpflichtung, Benzin- und Dieselautos so schnell wie möglich aus dem Verkehr zu ziehen“, erklärt Barbara Stoll, Projektleiterin der internationalen Greenpeace-Kampagne ‘Clean Air Now’.

„Wissenschaftler haben die Regierungen bereits gewarnt, dass wir nur noch ein sehr kleines Zeitfenster zur Verfügung haben, um den Kurs zu ändern und die Klimakrise anzugehen, mit der wir heute konfrontiert sind. Da dies das einzige Treffen der EU-Verkehrsminister im Vorfeld eines Gipfeltreffens im Juni ist, auf dem der langfristige Klimaschutzplan der EU erörtert werden soll, kann die Dekarbonisierung des Verkehrssektors nicht einfach als simpler Tagesordnungspunkt behandelt werden – die Rolle des Verkehrs im Zusammenhang mit der Klimakrise muss zwingend berücksichtigt werden. Wir sehen dies als Gelegenheit für die EU-Minister, darüber zu diskutieren, wie der Verkehrssektor in den langfristigen Klimaplan der EU aufgenommen werden kann und muss – weil wir den Klimawandel nicht bekämpfen können, ohne den Verkehr/Transport in Angriff zu nehmen.“

Greenpeace fordert die EU dazu auf, die mit dem Pariser Klimaabkommen eingegangenen Zusagen und die Begrenzung der globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad einzuhalten, indem sie die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 65% senken und bis 2040 Netto-Null-Emissionen anstreben. [2] Darüber hinaus ist entscheidend, dass neue Mobilitätskonzepte erdacht werden, indem öffentliche Verkehrsmittel massiv gefördert werden, die durch erneuerbare Energien, Fahrrad- und Fußgängerinfrastrukturen angetrieben werden, und indem wir vom Straßenverkehr auf den Schienenverkehr umsteigen.

Diese friedliche Aktion folgt auf der von Greenpeace veröffentlichten Phase-Out Date Map’ – einer globalen Karte der Verpflichtungen, die Städte und nationale Regierungen eingegangen sind, um den Verbrennungsmotor aus dem Verkehr zu ziehen und Diesel- und Benzinfahrzeuge von den Straßen zu entfernen.

Den meisten Regierungen nehmen die Dringlichkeit gegen die Umweltkrise vorzugehen nicht wahr – entweder indem sie das Ausstiegsdatum für Verbrennungsmotoren zu spät oder gar nicht festlegen; oder durch eine schwache Umsetzung von Maßnahmen zur Einschränkung von PKW mit Verbrennungsmotor und Verkehrspolitiken, die nicht mit den klimapolitischen Herausforderungen vereinbar sind. Diese dynamische Karte veranschaulicht eine aufkommende Bewegung von Städten und Regionen, die Verbote und Umweltzonen einführen, und hebt gleichzeitig hervor, dass viele nationale Regierungen ihre Ambitionen verstärken müssen, und zwar schnell. Wie Untersuchungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zeigen, muss die EU den Verkauf von Benzin-, Diesel- und konventionellen Hybridautos bis 2028 einstellen, damit die EU ihren Verpflichtungen zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 ° C nachkommen kann. [3]

 

ENDE

 

Das ‘Media briefing’ ist hier verfügbar

Fotos und Videos sind hier verfügbar.

Live-Tweets der Aktivisten sind hier verfügbar.

Anmerkungen:

[1] https://www.eea.europa.eu/data-and-maps/indicators/transport-emissions-of-greenhouse-gases/transport-emissions-of-greenhouse-gases-11

[2] https://www.greenpeace.org/eu-unit/issues/climate-energy/1718/media-briefing-eus-last-chance-to-tackle-climate-change/

[3] http://www.greenpeace.org/archive-belgium/Global/belgium/report/2018/20180907_GP_EUCarFleet_1.5.pdf

 

Kontakt:

Lauren Reid, Kommunikationsverantwortliche der internationalen Kampagne ‘Clean Air Now’, Greenpeace Belgien, LReid@greenpeace.org, (+44) 7367 074602

Barbara Stoll, Projektleiterin der internationalen Kampagne ‘Clean Air Now’, Greenpeace International, BStoll@greenpeace.org, (+44) 7985 637173