Greenpeace ist zutiefst besorgt über die gemeinsamen Militärschläge der Vereinigten Staaten und Israels gegen Iran.
„Greenpeace spricht allen von der Gewalt betroffenen Menschen, wo auch immer sie sich befinden, tiefes Mitgefühl aus und fordert nachdrücklich, dass alles unternommen wird, um die Zivilbevölkerung, Wohnhäuser und lebenswichtige Infrastrukturen zu schützen“, erklärte Mads Christensen, Direktor von Greenpeace International.
Die Militärschläge fügen der iranischen Bevölkerung weiteres Leid zu, die bereits unter brutaler Repression gelitten hat, bei der Tausende Demonstrierende und andere Zivilpersonen getötet wurden – die tatsächliche Zahl könnte noch höher liegen.
Diese Intervention wird weder Stabilität noch Sicherheit bringen – sie droht vielmehr, das Leid zu verschärfen, Vergeltungsmaßnahmen anzuheizen und eine ohnehin fragile Region weiter zu destabilisieren.
Die Angriffe auf Iran werfen schwerwiegende völkerrechtliche Bedenken auf und untergraben die internationalen Rechtsrahmen, die darauf abzielen, Kriege zu verhindern und menschliches Leben zu schützen.
Alle Parteien müssen unverzüglich sämtliche militärischen Handlungen einstellen und zu konstruktiv und in gutem Glauben geführten Verhandlungen unter einer glaubwürdigen internationalen Aufsicht zurückkehren.
In dieser kritischen Phase müssen die Rechte, die Sicherheit und die Würde der iranischen Bevölkerung oberste Priorität haben. Bevölkerungen dürfen niemals den Preis für politische Spannungen, den Wettbewerb um den Zugang zu Ressourcen oder geopolitische Machtkämpfe zahlen. Das iranische Volk hat – wie alle Völker – das Recht, frei von Gewalt, Angst und Zwang zu leben und seine eigene Zukunft selbst zu bestimmen.
Die internationale Gemeinschaft muss dringend handeln, um eine weitere Eskalationen zu verhindern, der Diplomatie Vorrang einzuräumen und sicherzustellen, dass Verstöße gegen das Völkerrecht, die die Bevölkerung, die Umwelt und das Klima zusätzlich gefährden, zur Rechenschaft gezogen werden.
Krieg verursacht unmittelbares menschliches Leid, aber auch langfristige Umweltschäden. Militärische Konflikte führen zur Verschmutzung von Böden und Gewässern, zerstören Ökosysteme, beschleunigen die Klimakrise und hinterlassen über Generationen hinweg tiefe Narben in den betroffenen Gesellschaften. In einer Zeit, in der sich die Welt dringend zusammenschließen muss, um der Klimakrise zu begegnen, entfernt uns eine zunehmende Militarisierung von diesem notwendigen Ziel.
Greenpeace ruft alle Parteien dazu auf, die Spannungen zu entschärfen und friedliche sowie diplomatische Lösungen zu suchen.


