Aufgrund des neuen Coronavirus, COVID-19, versuchen viele von uns ständig auf dem Laufenden zu bleiben, der Gedanke an schutzbedürftige Mitglieder unserer Gesellschaft fühlt sich an wie ein Kloß in unseren Mägen und täglich versuchen wir auf ein Neues unseren Lebensstil entsprechend der geforderten Maßnahmen in unseren Zuhausen, unseren Schulen und unseren Arbeitsplätzen anzupassen.

Viele Benachteiligungen und Ungleichheiten in unserem System wurden während der Reaktionen auf die Corona Pandemie ans Licht gebracht. Für manche Menschen ist es um vieles einfacher, mit dieser Krise umzugehen, als für andere. Nicht jeder hat ein Recht auf bezahlten Krankheitsurlaub und viele Menschen haben keinerlei Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten. Bei einer längeren Schließung von Schulen und Kindertagesstätten ist die Belastung der berufstätigen Eltern (insbesondere derjenigen mit niedrigem Einkommen oder Alleinerziehenden) umso größer. Menschen, die in Notunterkünften leben, leiden unter Überfüllung, schlechter Luftqualität und mangelnden sanitären Voraussetzungen.

Inmitten dieser Krise sehen wir, dass globales Bewusstsein und Mobilisierung möglich sind: Unsere Gesellschaft ist in der Lage, sich anzupassen, sich gegenseitig zu helfen und ist bestrebt, Veränderungen herbeizuführen. Wir glauben, dass eine neue Welt möglich ist, eine Welt, in der wir nicht nur aufeinander sondern auch auf unsere einzige Erde Acht geben.

Wir brauchen Lösungen um die Lücken in unserem System zu schließen. In der Zwischenzeit ist es unsere Aufgabe eine feste Bindung mit unseren Liebsten aufrechtzuerhalten und unseren Regierungen mit beispielhaftem Verhalten zu zeigen, dass Liebe und Mitgefühl stärker sind als Angst. Hier sind sieben Wege, wie wir aufeinander Acht geben können, ohne uns selbst in Gefahr zu begeben.

#1 Pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Mitmenschen und jenen die am meisten gefährdet sind

Informieren Sie sich über Senioren in Ihrer Nachbarschaft (per Text, Telefon, E-Mail oder, falls erforderlich persönlich), insbesondere wenn sie alleine leben. Senden Sie Ihren Bekannten und Freunden Memes, um sie zum Lachen zu bringen! Rufen Sie sie an, vergewissern Sie sich, dass es Ihnen gut geht. Stellen Sie sicher, dass sie sich nicht alleine fühlen und emotionale Unterstützung haben.

#2 Bieten Sie Ihre Zeit an

Kennen Sie jemanden der in Quarantäne lebt oder seine sozialen Interaktionen einschränken muss? Bieten Sie ihnen doch an, Lebensmittel, Süßigkeiten oder alles andere, was sie benötigen könnten, zu besorgen – natürlich unter der Voraussetzung, dass Sie darauf achten, sich selbst zu schützen (indem Sie diese und diese Empfehlungen befolgen). Ihre Zeit kann für jemanden, der Unterstützung benötigt, eine große Entlastung sein.

#3 Sagen Sie Nein zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Krankheiten können jeden treffen, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit. Da das Virus seinen Ursprung in China hat, sind viele Menschen chinesischer Herkunft einer Welle des Rassismus ausgesetzt. Helfen Sie, dieser Angst ein Ende zu setzen, indem Sie Menschen aufklären und rassistische Kommentare oder Verhaltensweisen melden.

#4 Bekämpfen Sie Online Fake News

Obwohl es nicht überraschend ist, überfluten fake News über COVID-19 geradezu das Internet. Wenn Sie Zeuge solcher fake News werden, melden Sie dies umgehend der Plattform, auf der Sie die falschen Informationen gefunden haben. Merken Sie sich nur Informationen aus glaubwürdigen Quellen wie der Weltgesundheitsorganisation, der luxemburgischen Regierung, Ihrem Arzt oder Krankenhäusern.

#5 Zeigen Sie Kreativität um sich weniger isoliert zu fühlen

Soziale Distanzierung bedeutet nicht, dass wir uns unseren Mitmenschen nicht nahe fühlen können. Seien Sie kreativ! Organisieren Sie Video-Chats um gemeinsam zu Abend zu essen, Geburtstage oder andere Anlässe zu feiern. Sie können sich auch gemeinsam Ihre Lieblingssendung oder Ihren Lieblingsfilm ansehen, während Sie per Textnachricht oder Video chatten.

#6 Teilen Sie positive Nachrichten sowie solidarische Aktionen mit Ihrem Umfeld

Es gibt so viele Beispiele von Menschen, die sich gegenseitig helfen. Teilen Sie diese Momente. Gemeinsam können wir es vermeiden aufgrund schlechter Nachrichten in einem Strudel der Verzweiflung zu versinken. Zeigen Sie, dass es auch anders geht!

#7 Und bitte hören Sie auf, Toilettenpapier zu horten!

Besorgen Sie was Ihre Familie benötigt, aber geraten Sie nicht in Panik. Wenn wir uns eine bessere Welt wünschen, müssen wir lernen zu teilen und die Bedürfnisse anderer zu beachten.

Und nicht vergessen: Hände waschen, Hände waschen, Hände waschen! Es schützt Sie und Ihre Liebsten und dauert nur 20 Sekunden.

Greenpeace Luxemburg ist keine öffentliche Gesundheitsorganisation. Wichtige Informationen und Ratschläge wie Sie sich und andere vor einer COVID-19 Infizierung schützen können, finden Sie auf offiziellen Webseiten wie der von der luxemburgischen Regierung.

Quelle Artikel: Greenpeace Canada

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