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Luxemburg / Paris, 25. Februar 2021 Nur einen Monat nach der öffentlichen Anhörung, veröffentlicht die ASN (französische Autorité de Sûreté Nucléaire) heute seine generischen Anforderungen für den weiteren Betrieb von 900-MWe-Reaktoren, die länger als 40 Jahre in Betrieb sind. Diese überaus kurze Frist bestätigt, dass es sich bei dieser Anhörung um eine reine Formalität handelte.

Konkrete Forderungen zur Verbesserung der Sicherheit von Reaktoren, die von Nichtregierungsorganisationen sowie unabhängigen Sachverständigen im Rahmen der Anhörung formuliert wurden, wurden nicht berücksichtigt. Dies ist beispielsweise der Fall bei der Bunkerisierung der Kühlungsbecken für abgebrannte Brennelemente.

Im Gegenteil, die ASN erwähnt in ihrem Informationsvermerk vom Donnerstag, dem 25. Februar 2021, dass sie “darüber hinaus im Hinblick auf bestimmte Sicherheitsaspekte einige der Fristen aufgrund besonderer industrieller und betrieblicher Einschränkungen verschoben hat”.

Für Roger Spautz, Atom-Kampaigner bei Greenpeace, ist ganz klar: “Es sind die industriellen Kapazitäten von EDF, die den Zeitplan für die Umsetzung der Vorschriften bestimmen und nicht wie behauptet, die Notwendigkeit, allgemeine Sicherheitsmängel zu beheben. Wie nach dem Unfall in Fukushima, verschiebt die ASN immer wieder, ohne Rücksicht auf den Schutz der Bevölkerung und der Umwelt zu nehmen, wichtige Verbesserungen an französischen Reaktoren”..
Greenpeace erinnert daran, dass die Aufrüstung der 900-MWe-Reaktoren es nicht ermöglicht, die grundlegenden Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, die sich aus den derzeit in Frankreich und international geltenden Vorschriften ergeben.